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AnnenMayKantereit – Marie – Neue Single. Neues Album demnächst.

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AnnenMayKantereit kündigen ihr zweites Album an. „Schlagschatten“ erscheint am 7. Dezember, die erste Single „Marie“ bereits jetzt.

Es gibt eine äußert schlechte Angewohnheit unter Musikfans, vor allem unter denen, die sich selbst insgeheim (oder auch ganz offen) als Experten betrachten – also, Hand auf’s Herz, unter den meisten von uns: Man neigt dazu, Songs und Künstler, die Erfolg in der breiten Masse haben, gelinde gesagt, argwöhnisch zu betrachten.

Ein großartiges Beispiel sind die Kölner Ehemals-Straßenmusiker von AnnenMayKantereit. Nach der Veröffentlichung ihrer ersten Videos gefeiert als Reinkarnation Rio Reisers, galt Henning May nebst seinen Bandkollegen bereits wenig später – etwa in dem Augenblick, in dem sich abzeichnete, welche Ausmaße das Phänomen annehmen würde – als Speerspitze einer neuen Belanglosigkeit im Deutschen Pop.

Man hat sich wohl getäuscht in der Musik der Kölner und überließ sie folgerichtig all jenen, die vermeintlich nicht so viel davon verstünden. Wir hören also „Marie“, den ersten AnnenMayKantereit-Song seit vor zwei Jahren „Alles nix Konkretes“ erschien, und müssen einsehen, dass wir verdammt dumm waren.

„Marie“ ist eine dezent kaputte Hymne an die Nachdenklichkeit und das Mädchen von nebenan inklusive immer noch beeindruckender Reibeisen-Stimme und solidem Bandsound ohne elektronischen Firlefanz. Das Rezept der Band scheint sich nicht verändert zu haben, wozu auch, wir sind ähnlich verzaubert wie damals beim ersten Mal Hören.

Vielleicht ist die Musik der Band eben doch ein bisschen mehr als 0815-Befindlichkeits-Pop und hat etwas mit der so überstrapazierten Worthülse des Lebensgefühls einer Generation zu tun. Und vielleicht muss es eben in Ordnung sein, dass junge Menschen auch mal über die Dinge singen, die ihnen passieren, auch wenn das dem ein oder anderen lapidar erscheinen mag.

„Die Vögel scheißen vom Himmel und ich schau dabei zu und ich bin hier und alleine – Marie wo bist du?“

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