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Spirit Fest – Anohito

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Supergroups sind immer und können immer nur ein Experiment sein. Manchmal langweilige, zum Scheitern verurteilte Zusammenschlüsse verschiedener Musik-Größen. In der Hoffnung, die Fähigkeiten der jeweiligen Mitglieder exponentieren sich zu einer sonischen Supernova, obwohl sie am Ende nur, ohne zuvor erhofftes Aufleuchten, in sich zusammenfallen.

Manchmal aber gelingt das Experiment in einer sinnlichen Sound-Symbiose unterschiedlicher Stilistiken, die nur darauf gewartet haben, sich gegenseitig zu ergänzen. Besonders hoch ist die Wahrscheinlichkeit des Gelingens, wenn die einzelnen Personen bereits Erfahrungen mit dem Experimentieren haben.

Beste Voraussetzung also für Spirit Fest, eine Supergroup bestehend aus Musikern, deren Œuvre fast ausschließlich aus gelungenen Experimenten besteht:

Von japanischem Avantgard-Folk-Pop bis zu Ambient-Noise-Indie-Tronic. Von den Tenniscoats über The Notwist und Jam Money bis hin zu Joasinho. Eine Supergroup für Tüftler und Genießer, die mit „Anohito“ ihr zweites Album präsentieren – originell und außerhalb jeglicher naheliegender Bezugsrahmen.

So glüht der gleichnamige Titeltrack – „Anohito“ – mit den roten Bäckchen einer Person, die den ganzen Tag durch den kalten Park spaziert ist und es sich nun vor dem warmen Kamin gemütlich gemacht hat.

„Fete de Depart“ zeugt vom geschäftigen Treiben einer japanischen Familie, die in einem futuristischen Flipper-Automaten haust und gerade gemeinsam in der Küche allerlei Schmackhaftes für die abendliche Festivität vorbereitet.

Es lodert, brodelt, brubbelt, gluckert, summt und jemand hackt im Takt. Alles etwas verzerrt, etwas entrückt, kurz vorm Ausufern, aber doch voller heimeliger Gemütlichkeit.

Auf „Ueno The Future“ wurde der alte Retro-Game-Boy mit frischen AA-Batterien befüllt und ein Specht malträtiert den höchsten Baum des Gartens.

Eine Spielwiese der Sounds – geisterhaftes Geseire, rauschhaftes Rauschen und kindliches Glockenspiel, sind nur wenige der unzähligen Sinneseindrücke, die mal gewollt harmonisch, mal bewusst disharmonisch miteinander eine (gar nicht so-)chaotische Collage erzeugen.

Traditioneller wird es auf „Takeda No Komoriuta“. Ein klassisches, japanisches Schlaflied, mit indigener Instrumentierung. Nur zu Beginn durch das sanfte Einstreuen psychedelischer Elemente leicht entfremdet, findet es mit fortlaufender Dauer wieder zu sich selbst.

Mit dem instrumentalen „Bye Bye“ werden noch einmal abschließend naturhafte und sphärische Klangwelten kombiniert – ein bisschen als Essenz des Ganzen. Sehr nah am Boden geblieben, aber mit dem Blick in ein anderes Universum, wie Astronomie aus dem eigenen Atrium.

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