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Cloud Nothings – Last Building Burning

RubrikAlben
Künstler*inCloud Nothings
LabelWichita

Cloud Nothings gehören zu den ganz produktiven Bands. Mit „Last Building Burning“ legt die Band ihr sechstes (!) Album in acht Jahren vor. Was raus muss, muss raus.

In nur acht Tagen waren die acht Tracks aufgenommen, die wieder mehr nach Emo und Punk als nach Radio-Pop, wie auf dem Vorgänger „Life Without Sound“ zu hören, klingen.

Treibende Drums treffen auf kreischende Gitarre, Frontmann und Gitarrist Dylan Baldi schreit immer wieder „Don`t waste no time“. Mit „On An Edge“ eröffnen die vier Musiker ihr 36-minütiges Emo-Inferno.

„Leave Him Now“ ist ein etwas gezügelterer Song mit relativ eingängigem Riff. Worum geht es? Wie der Titel schon sagt, ist es eine klassische „Du bist zu gut für ihn, komm‘ lieber zu mir“-Nummer. Ob dem Rat gefolgt wurde, erfahren wir nicht.

Hoch die Tassen und  „They won`t remember my name“ mitgegröhlt. So eine fiktive Szene wird bestimmt bald wahr, wenn Cloud Nothings den Song „In Shame“ mit eindeutiger Punk-DNA live spielen.

Damit die Stimmung nicht zu euphorisch wird, geht es um das Ende in „Offer An End“. Besonders ergreifend ist die bedrohlich wimmernde Gitarre, die zusammen mit einem zurückgenommen Drum-Part große Spannung aufbaut. Der Sänger steigt mit den Worten „Nothing` gonna change“ wieder ein.

„The Echo Of The World“ ist eine wahnsinnig getriebene Nummer. Baldi legt eine ordentliche Portion  Schmerz und Verzweiflung in die Shouts.

Die meisten Lieder auf „Last Building Burning“ sind etwas mehr als drei Minuten lang. „Dissolution“ ist da mit knapp 11 Minuten eine Ausnahme. Thematisch ist „Dissolution“ der Anschluß an „Leave Him Now“. In der Emo-Ode heißt es immer wieder „Don`t give him your love“. Zumindest bis es nach knapp drei Minuten free-jazzig weitergeht.

Die vier Musiker aus Cleveland können also nicht nur angespannt und wütend, sondern auch dramatisch, virtuos und lässig. Abgerundet wird das Album mit „So Right So Clean“ und „Another Way Of Life“.

Wem „Life Without Sound“ nicht gefallen hat, der sollte sich „Last Building Burning“ auf jeden Fall anhören und sich mit Cloud Nothings wieder versöhnen.

Wut, Schweiß, Ärger und Sehnsucht sind genau die passenden Zutaten, um eine schwitzige, wütende und höchst emotionale Platte aufzunehmen.

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