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David August – D’Angelo

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Aus Hamburg, das passt. David August schafft mit seiner aktuellen Platte „D’Angelo“ ein Kondensat aus Mysterium, Crime-Scene und viktorianischen Ambient-Sounds. Was auf den ersten Blick unwahrscheinlich, ungewöhnlich und zufällig aussieht, hat allerdings mehr miteinander zu tun, als man denken mag.

Zwischen den letzten beiden Platten von David August lagen fünf Jahre. Da war „Times“, das mit subtil bedrohlicher Atmosphäre und Melancholie im Großformat einen Abschluss markierte und die EP „DCXXXIX A.C.“, die auf über zwanzig Tracks den Neubeginn antrat. Mehr Platz für Räume und weniger Platz für Konkretes auf einem Album, das irgendwo zwischen Realismus und Ambition den Anspruch formulierte, ziemlich viel zu sein.

Jetzt kommt mit „D’Angelo“ die zweite Veröffentlichung des Jahres. Der Anspruch, den „DCXXXIX A.C.“ noch abstrakt formulierte, hat auf „D’Angelo“ seinen Platz in einer moderaten Tracklist gefunden.

Schon der Titeltrack versetzt an einen Tatort, bevor die Kriminalpolizei eintrifft, vertont den erzwungenen Flashback im Angesicht von Unverständlichem. Im Anschluss daran folgt „33CHANTS“, der Titel mit den meisten Pop-Sensibilitäten auf dem Album, der mit 80ern kokettiert und losem Hall die Aufgabe überträgt, den Sound in die Breite zu ziehen.

„FLORENCE“, ein tragischer Interlude, trennt das Album und leitet die Hälfte ein, die in anderer Form düsterer erscheint, als die erste. Statt sich an Weltlichem abzuarbeiten, geht es jetzt in die Tiefe der menschlichen Psyche. Maschineller Sound löst Unwohlsein aus und lässt „THE LIFE OF MERISI“ und „ELYSIAN FIELDS“ gleichzeitig kathartisch und selbstverletzend wirken.

Ein Kompromiss, der sich im letzten Track zusammenfasst und rechtfertigt. Erschöpft darf dort dann ein entrücktes Piano auf einem trägen Beat den Leidens- und Erleuchtungsweg zu Ende gehen.

Es gibt in der Diskographie von David August Ambitonierteres als „D’ANGELO“, es gibt Spannenderes und Makelloseres. In seiner Kohärenz steht das Album aber allein und verspricht live genau die Atmosphäre, die bei diesem Wetter sowieso schon jeden vereinnahmt. Bedrückung – und zu viel grau.

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