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Eliza Shaddad – Future

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Vier Jahre, nachdem die Sängerin Eliza Shaddad von Clean Bandit-Bassist Jack Patterson auf der Straße entdeckt und für deren Top-10-Album „New Eyes“ verpflichtet wurde, veröffentlicht sie jetzt ihren ersten eigenen Longplayer „Future“.

Den Anspruch, dass diesem eine gewisse Relevanz beizumessen ist, erhoben die beiden mit den in der Zwischenzeit erschienenen EPs „Waters“ und „Run“ auf eindrucksvolle Art und Weise. Dabei sah es für Shaddad lange Zeit nicht nach einer Karriere als Sängerin aus.

Ihre Mutter arbeitete in allen Teilen der Welt für das British Council und ihr Vater als Astrophysiker, scheinbar folgerichtig strebte auch sie zunächst eine solide Karriere im akademischen Bereich an.

Allerdings besitzt durchaus auch die Kunst einen Wert in Shaddads Familie. In ihrem Stammbaum finden sich neben Arthouse-Regisseuren und Designern auch Maler, deren Schaffen sich bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückdatieren lässt.

Kein Wunder also, dass ein Campingausflug, auf dem die kurz vor dem Philosophie-Doktortitel stehende Eliza Shaddad viel Zeit zum Gitarrespielen hat, ausreicht, alle seriösen Zukunftspläne in den Wind zu schlagen und den Kurs auf ein Dasein als Musikerin zu ändern: Sie hat es im Blut.

Davon zeugen zehn äußert wohlklingende Album-Tracks: Hallig, scheppernde Drums, entspannte, einen Retro-Vibe evozierende Surf-Gitarren und die wunderbar samtige Stimme der Protagonistin, die alles zusammenhält und schließlich in das folkige Storytelling-Licht einer Songwriter-Platte taucht.

Erzählt wird vor allem von einer der Vergangenheit angehörigen Beziehung und das, trotz der viel besungenen Grundthematik, auf nicht überstrapazierte Art und Weisen (z.B. in „White Lines“). Interessanter als die lyrische gestaltet sich dennoch die akustische Seite des Albums.

Hier liegt die Stärke der Platte im selbstbewussten Beharren auf ihrem Sound, der sich nicht die Mühe macht, irgendwelchen – den Hörer vermeintlich catchenden – Kicks hinterherzujagen.

Im Gegenteil setzt das Album von Zeit zu Zeit auf fast meditative Elemente wie eine sample-haft geloopte Backing-Vocal-Phrase in „White Lines“ oder ein stupide repetitives Orgel-Riff in „Slow Down“.

Hin und wieder taumeln die Tracks aus „Future“ durch einen minimal zu heftig klagenden Ton ins Schwere und dann auch schwer zu hörende. Über weite Strecken bleibt die Entscheidung Eliza Shaddads, den musikalischen Weg einzuschlagen, aber eine sehr zu begrüßende.

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