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Jaakko Eino Kalevi – Out Of Touch

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Warum Musik zu ernst nehmen, wenn man auch Songs komponieren kann, die Spaß machen? Der finnische Sänger Jaakko Eino Kalevi scheint genau das im Studio zu berücksichtigen und zeigt sich auch auf seinem zweiten Album „Out Of Touch“ experimentierfreudig.

Der Nachfolger von Kalevis selbstbestiteltem Album siedelt im elektronischen Sound der 80er Jahre an und scheut sich nicht davor, kindische Synthie-Spielereien mit Gesang zu vermischen, bei dem wiederum keine Miene verzogen wird. Der knackige Song „Night Chef“, welcher auch durch einen melancholischen Pop-Refrain glänzt, ist das beste Beispiel für dieses Vorgehen.

Obwohl der Songwriter aus Helsinki sich an hit-garantierenden Elementen bedient, ist keiner seiner Songs wirklich tanzbar, sondern erinnert eher als kunstvoll übereinander geschichtete Vaporwave-Stücke, die als Ganzes zwar funktionieren, aber dennoch oft einen unvollständigen Eindruck hinterlassen.

Das gehört bei Jaakko Eino Kalevis Sound wohl dazu, denn dass seine Arrangements unsouverän oder nicht durchdacht klingen, lässt sich ihm nicht vorwerfen. Der 34-jährige arbeitet auf „Out Ouf Touch“ auch mit Antonymien:

In „People In The Centre Of The City“ treffen helle Synthie-Melodie auf Kalevis ohnehin schon kernige Stimme, die hier noch tiefer abgemischt wurde. Der kühle Sound ist außerdem Grundlage für sich wiederholende Lyrics.

Diese tiefe Verzerrung der Stimme wird im letzten Song „Lullaby“ auf die Spitze getrieben. Ein Saxophon und schrille Synthie-Töne sorgen hier für zunächst gegensätzliche Stimmung, welche sich dann doch zusammenfügt und für ein durchwachsenes Hörerlebnis sorgt. Für ein Einschlaflied fehlt dann doch ein weiches Schunkeln, hier wird der Rhythmus eher hart durchtrennt.

Ein prägnantes Detail von „Out Of Touch“: Die Songs beginnen häufig mit zwei plötzlichen, artverwandten Tönen, der Gesang setzt meistens ebenso unerwartet ein.

Kalevi schafft abwechslungsreiche Stimmungen und Songs, ohne seine Zuhörer dabei zu sehr zu verwirren oder aufzuregen. In ein Genre lässt er sich dabei nicht stecken. Manchmal reicht vielleicht aber auch genussvolles Zuhören, statt akribisches Kategorisieren.

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