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Meine Gefühle fahren schon seit Jahren Achterbahn – Miya Folick im Interview

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Miya Folick hinterlässt auf den ersten Blick einen zarten, beinahe unschuldigen Eindruck. Doch der Schein trügt. Hinter der vermeintlich glatten Fassade, die Erinnerungen an eine gewisse Tanita Tikaram weckt, brodelt es bisweilen ganz gewaltig. Wer die beiden Vorab-EPs „Give It To Me“ und „Strange Darling“ sein Eigen nennt, der weiß, dass Miya Folick neben eingängigen Folk-Pop-Tunes auch derbe austeilen kann („Give It To Me“, „Trouble Adjusting“).

Mit ihrem Debütalbum „Premonitions“ will die junge Kalifornierin nun den nächsten Schritt gehen. Wir trafen uns mit Miya Folick zum Interview und sprachen über vorfreudige Zeiten, die musikalische Reise ins Ich und chaotische Neigungen.

MusikBlog: Miya, in wenigen Wochen erscheint dein Debütalbum „Premonitions“. Durchlebst du gerade die aufregendste Zeit in deiner bisherigen Karriere als Musikerin?

Miya Folick: (lacht) Ich weiß nicht. So kurz vor der Veröffentlichung des Albums fahren meine Gefühle natürlich Achterbahn. Aber das tun sie eigentlich schon seit vier Jahren.

MusikBlog: Demnach waren die Wochen vor den Veröffentlichungen deiner beiden EPs genauso aufregend für dich?

Miya Folick: Ich denke schon. Man lebt ja immer einen bestimmten Moment. Damals waren die EPs einfach präsent. Da hatte ich noch kein Bild von meinem Debütalbum im Hinterkopf. Es ging nur um die Gedanken und Emotionen, die ich zu dieser Zeit hatte – und natürlich um die EPs, mit deren Hilfe ich all diese Gefühle verarbeiten konnte. Das war immens aufregend für mich. Jetzt ist es wieder total aufregend. Aber es fühlt sich nicht größer oder gewaltiger an. Es ist einfach nur aufregend, so wie damals auch.

MusikBlog: War von Anfang an klar, dass du zunächst mit der Veröffentlichung kleinerer Formate startest?

Miya Folick: Ich wollte ein stabiles Gerüst aufbauen. Das war mir wichtig. Ich wollte mich entwickeln, alles Schritt für Schritt angehen und dann irgendwann genau an diesen Punkt kommen. Die EPs waren unheimlich hilfreich. Ich habe in den letzten Jahren viel gelernt. Diese Erfahrungen konnte ich jetzt in den Albumprozess mit einfließen lassen.

MusikBlog: Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Miya Folick: Das ist eine schwierige Frage. Als ich angefangen habe, mich mit Musik zu beschäftigen, hatte ich keine besondere Schublade vor Augen. Mir ging es nicht um Genres oder bestimmte Bands oder Künstler. Ich war damals das erste Mal von Zuhause weg und hatte mehr denn je das Bedürfnis, meine Gefühle, Gedanken und Emotionen in irgendeiner Form nach außen zu tragen. Ein Studienfreund brachte mir dann das Gitarrespielen bei. Und dann kam irgendwie eins zum anderen. Meine ersten Songs entstanden und ich lernte meine Stimme als Instrument kennen.

MusikBlog: Hat sich dein musikalisches Empfinden mittlerweile verändert?

Miya Folick: Nein, nicht wirklich. Natürlich entwickelt man ganz automatisch einen eigenen Stil, oder zumindest Tendenzen dahin. Und ich höre natürlich auch gerne andere Bands und Musiker, die mich hier und dort sicherlich auch ein Stück weit inspirieren und beeinflussen. Aber das eigentliche Fundament ist geblieben. In erster Linie horche ich nur in mich hinein, wenn es um das Schreiben neuer Songs geht.

MusikBlog: Du hast als Kind regelmäßig eine buddhistische Kirche besucht. Spielt diese Zeit im Hier und Jetzt noch eine Rolle?

Miya Folick: Ich denke, dass man aus jeder Phase seines Lebens etwas mitnimmt. Manchmal hätte ich noch gerne etwas mehr aus dieser Zeit in mir. Ich neige nämlich dazu, ungeduldig und chaotisch zu agieren. (lacht)

MusikBlog: Wenn ich mir Live-Videos von dir anschaue, sehe ich aber eher eine Sängerin, die genau weiß, was sie tut. Oder täusche ich mich da?

Miya Folick: Ob ich live immer weiß, was ich tue? Keine Ahnung. (lacht) Vielleicht kommt es so rüber. Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man daheim mit der Gitarre in der Hand einen neuen Song schreibt. Das ist ein großes Gefühl. Aber diesen dann auf der Bühne mit anderen Menschen zu teilen, ist unbeschreiblich. Ich denke, dass man sich automatisch selbstbewusster präsentiert wenn man sich wohl fühlt. Und ich fühle mich auf der Bühne sehr wohl.

MusikBlog: Fühlst du dich irgendwo innerhalb des großen Ganzen auch mal unwohl?

Miya Folick: Ich schreibe Songs, stehe auf der Bühne und bin unheimlich viel unterwegs. Um ehrlich zu sein: nein. Ich kann mich wirklich nicht beschweren.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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