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Selling – On Reflection

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Wenn es stimmt, dass der Erfolg einer Band heutzutage zu einem nicht geringen Teil von der Googlebarkeit ihres Namens abhängt, wird es das neue Projekt von Derwin Decker alias Gold Panda und Simian Mobile Disco-Mitglied Jas Shaw schwer haben.

Aber naja, vermutlich haben die beiden es nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern sogar bewusst darauf angelegt, dass der von ihnen gewählte Name mit dem Gerundium eines der im Zeitalter des Kapitalismus meistgebrauchten Verben der englischen Sprache zusammenfällt: Selling.

Wer kann, der kann. Ein so prominent zusammengesetztes Duo vermag sich das vermutlich zu leisten und, um ehrlich zu sein, umweht es die Band durchaus mit einer Aura der Unantastbarkeit, die beeindruckt, bevor man auch nur einen Track aus dem Debütalbum „On Reflection“ gehört hat.

In eine ähnliche Kategorie fallen Songtitel, die aussehen, als hätte man sie in großer Eile falsch geschrieben und dann einfach so gelassen (z.B. „qprism“, „keeping txme“) oder ein zweiter Albumtrack mit fast zehnminütiger Gesamtlänge (ok, so etwas kommt in diesem Genre durchaus vor).

Man könnte all das für zu viel halten, allerdings nur, wenn der Inhalt von „On Reclection“ nicht so stimmig wäre. Die Stärken des Albums liegen dabei in seinen Sounds:

Von perkussivem Tröpfeln und Blubbern umlagerte Minimal-Kick-Drums verbinden sich quasi symbiotisch mit Synthieflächen, die so digital surren, dass ihnen schon wieder ein Vintage-Vibe anhaftet, dazu glockenspielartige, fast asiatisch klingende Mallets und wir sind erneut beeindruckt.

Diese subtil-charmante, aber eben doch sehr eigene Klangästhetik rettet „On Reflection“ ein ums andere Mal vor drohender Belanglosigkeit. Da wird nämlich wenig mit Dynamik und noch weniger mit Wiedererkennungswert in Melodie oder Rhythmus gearbeitet.

Selling hat keine Angst vor einem plätschernden Album, noch so ein Punkt, den man zu den oben aufgeführten zählen könnte, und zieht das folgerichtig durch: Am Ende steht da eine sehr angenehm zu hörende Instrumental-Elektro-Platte.

Das über acht Minuten dauernde, oben erwähnte „dicker’s dream“ markiert aber wohl trotzdem deshalb den Höhepunkt, weil es den sonst doch ziemlich rigorosen Verzicht auf Eingängigkeit aufweicht.

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