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Das ist eine Art Hassliebe – Vera Sola im Interview

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Lange Zeit war Vera Sola Mitglied in der Band von Elvis Perkins. Mit ihrem Solo-Debütalbum „Shades“ katapultiert sich die Amerikanerin nun aus dem Schatten ins Licht. In einem Paralleluniversum zwischen antiken Erinnerungen und neuzeitlichem Glanz musizierend, findet die Sängerin und Songwriterin eine perfekte Nische. Atmosphärisch kann Vera Sola dieser Tage kaum ein Kollege aus der Singer-Songwriter-Branche das Wasser reichen – so viel steht fest. Wir trafen Vera Sola kurz vor der Veröffentlichung von „Shades“ zum Interview und sprachen über totale Kontrolle, Momente der Angst und die kreative Kirsche auf der Torte.

MusikBlog: Vera, deine Musik ist eine hochemotionale Mixtur aus altem 60s-Pop und balladesken Indie-Klängen aus dem Hier und Jetzt. Woher kommt diese Melange?

Vera Sola: Aus meinem Innersten. (lacht) Es gibt kein musikalisches Konzept. Das ist einfach die Musik, die entsteht, wenn ich mich hinsetze und anfange zu schreiben.

MusikBlog: Ich behaupte jetzt einfach mal, dass du privat viel Dylan, Cash und Warpaint hörst. Hab ich Recht?

Vera Sola: (lacht) Das sind alles tolle Künstler, keine Frage. Und sicherlich lasse ich mich auch von außen inspirieren. Ich meine, welcher Musiker tut das nicht? Ich habe mich aber nicht hingesetzt und gesagt: Ich schreibe jetzt Songs, die klingen, als kämen sie direkt aus dem Jahr 1965. Ich wollte auch nicht, dass man das Album sofort mit einem ganz bestimmten Produzenten oder Sound in Verbindung bringt. Ich habe einfach alles laufen lassen. Und ich habe nur Songs geschrieben, die ich auch komplett alleine einspielen konnte. Das war mir wichtig.

MusikBlog: Du hast das komplette Album im Alleingang eingespielt?

Vera Sola: Ja, das habe ich. Ich habe auch alles arrangiert und produziert. „Shades“ ist Vera Sola pur.

MusikBlog: Mit welchem Instrument führst du denn die innigste Beziehung?

Vera Sola: Am liebsten sitze ich hinter dem Klavier. Dieses Gefühl kenne ich schon ewig. Ich habe schon als kleines Kind Klavier gespielt. Damit fing alles an. Live spiele ich allerdings Gitarre. Das ist aber eher eine Art Hassliebe.

MusikBlog: Warum?

Vera Sola: Ich spiele sehr unorthodox Gitarre. Ich habe meinen eigenen Stil. Ich habe manchmal das Gefühl, dass das meiner Gitarre tierisch auf die Nerven geht. (lacht) Ich glaube, sie hätte es lieber, wenn man sie so behandeln würde, wie es einem eigentlich beigebracht wird. Das Problem ist nur: Ich habe mir das Gitarrespielen weitestgehend selbst beigebracht. Und dabei habe ich mich nicht an gängige Vorgehensweisen gehalten, sondern einfach drauf los gespielt.

MusikBlog: Du hast vor diesem Album auch nie richtig gesungen, oder?

Vera Sola: Nein, habe ich nicht. Ich bin völlig unbefleckt ins Studio gegangen. Das war quasi der Moment, in dem ich mich das erste Mal so richtig Singen gehört habe. Das war schon ziemlich bizarr.

MusikBlog: Mutig.

Vera Sola: Naja, ich hatte schon ganz schön Panik. Das hätte ja auch alles total nach hinten losgehen können. Glücklicherweise hat aber alles geklappt. Ich fühle mich wohl mit meiner Stimme.

MusikBlog: Neben der Musik hinterlässt das Album auch inhaltlich große Spuren. Jeder Song erzählt die Geschichte eines unterschiedlichen, feminisierten Charakters. Steckt da ein Konzept hinter?

Vera Sola: Nicht wirklich. Ähnlich wie die Musik sind auch die Texte entstanden. Es geht um große Emotionen. Es geht um Menschen, die ich getroffen und kennengelernt habe. Diese Menschen haben Gefühle und Geschichten in mir hinterlassen. Dass die Songs allesamt eine weibliche Hülle tragen, ist eher nebensächlich. Es gibt auch Songs über Amerika und ein Nashorn auf dem Album. Es steckt so viel mehr drin, als nur die feminine Komponente. Es passte einfach so am besten zusammen.

MusikBlog: Was auch wunderbar passt, ist Vera Sola live. Da scheint immer eine besondere Stimmung auf der Bühne herrschen.

Vera Sola: Die Bühne ist das Größte für uns alle. Live zu spielen kann man mit nichts anderem vergleichen. Ich schreibe auch sehr gerne Songs. Ich bin auch gerne im Studio. Aber auf der Bühne… Das ist nochmal eine Stufe weiter. Ich habe aber auch eine tolle Band an Bord. Momentan habe ich einen Drummer und einen Bassisten mit dabei. Je nach Event kommen noch andere Musiker dazu. Manchmal stehe ich auch mit einem String-Quartett auf der Bühne, einem zweiten Gitarristen und einem Keyboarder. Es kommt immer drauf an. Diese Flexibilität sorgt dafür, dass jeder Auftritt anders ist. Das ist spannend und aufregend. So kommt nie Langeweile auf.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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