Danielle Aykroyd alias Vera Sola hat in ihrer bisherigen Kreativ-Laufbahn schon viel erlebt. Neben ihrer Langzeit-Tätigkeit als Band-Mitglied an der Seite von Elvis Perkins, tobte sich die Sängerin und Songwriterin auch schon intensiv in den Bereichen Filmmusik und Theater aus.

Dieser Tage macht Vera Sola nun ein weiteres Häkchen auf ihrer KlingKlang-to-do-Liste – und zwar ein richtig dickes. Mit ihrem Solo-Debütalbum “Shades” zaubert die Amerikanerin all jenen Musikfreunden ein Lächeln ins Gesicht, die den guten, alten Atmo-Pop-Sound der sechziger Jahre lieben.

Irgendwo zwischen Cash-meets-Dylan-Erinnerungen (“The Colony”, “Small Minds”, “Black Rhino Enterprises”) und dem ruhigen Knistern neuzeitlicher Warpaint-Glanztaten (“The Cage”, “By Mothlight”), spannt Vera Sola einen tiefgründigen Klangbogen, der es vom ersten Akkord des Campfire-Openers “Virgil’s Flowers” bis zum letzten Beckenschlag des hochdramatischen Abschieds namens “New Nights” in sich hat.

Man weiß gar nicht genau, was für mehr Gänsehaut sorgt. Ist es die markante Stimme, die wahlweise bestimmt und klar oder fragil und zerbrechlich über dem großen Ganzen thront? Sind es die betörenden Harmonien? Oder ist es die ausdrucksstarke Grundatmosphäre?

Schlussendlich ist die Antwort auf die vermeintlich wichtigste Frage völlig nebensächlich. Wichtig ist nur: “Shades” ist ein Fest für die Sinne. Das Album verführt, bezirzt und fasziniert auf eine Art und Weise, der man sich als Fan von hochemotionalem Singer-Songwriter-Liedgut nicht entziehen kann.

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