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Gudrun Gut – Moment

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Je später das Jahr, desto schöner die Alben. Was selbstverständlich Ansichts- und Geschmackssache ist und bleibt, passt jedenfalls für das neue Album von Gudrun Gut.

Gründungsmitglied von Einstürzende Neubauten, federführend bei Mania D und Malaria! im Einsatz und ein über die Grenzen der Musik geschaffenes kreatives Netzwerk im Kultur-Biotop hinter dem antifaschistischen Schutzwall – dies ist nur eine kleine Auswahl der Aktivitäten der Berliner Underground-Ikone.

Eingangs der Neunziger begann Gudrun Gut, die Möglichkeiten der elektronischen Musik auszuloten, tummelten sich im von ihr initiierten Ocean Club illustre Gäste wie ihr ehemaliger Weggefährte Blixa Bargeld, Anita Lane oder Danielle Di Picciotto, um im Elektro-Pop nach alternativen Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen.

Ihr Label Monika Enterprise ist seither Sprungbrett für aufstrebende Musiker als auch Plattform eigener Produktionen, zuletzt für den Sampler „Vogelmixe – Gudrun Gut Remixes Heimatlieder aus Deutschland Berlin / Augsburg“, der Traditionals Eingewanderter ins hiesige Licht setzte.

Nun gibt es mit „Moment“ ein 14-Track Album voller kühler Elektronica im zeitlosen Klangdesign. Auf noctambule Weise hebt „Startup Loch“ einen Wave-Song auf das Gleis, der die hypnotische Präzision von „Kaltes Klares Wasser“ an Bord hat, und sich mit „Lover“ dessen Zwilling im Geiste auf der Platte befindet.

„Weiter fliegen, immer weiter fliegen“ heißt es und meint, hinein in die Grauzonen der Nacht, auf den Resonanzboden aus Synthies, Samples und treibenden Beats.

„Musik“ öffnet eine zweite Facette von „Moment“, entführt mit Minimalismus zur Wiege der genialen Dilettanten, ein „Shuttle Service“ chauffiert in die großen Zeiten von Sequenzern, DAF und Kollegen dieser Ära.

Gudrun Guts fortwährendes Arrangement für Geschlechtergleichstellung bildet „Baby I Can Drive My Car“ ab. Der Song bemerkt, dass trotz abgeschafften Fahrverbots in Saudi-Arabien, dieser Teil der Welt für Frauen in Sachen Selbstverwirklichung ausbaufähig bleibt, passend ergänzt vom Bowie-Cover „Boys Keep Swinging“.

Autotune, synthetische Bässe, Techno: Gudrun Guts Balanceakt zwischen Club und Experimental offenbart die Könnerin an den Reglern, die jahrzehntelanges Know-how via „Moment“ als „Backup“ für die Musikhistorie hinterlegt.

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