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Ich nehme keine Umwege mehr – LP im Interview

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Mit ihrem mittlerweile fünften Studioalbum „Heart To Mouth“ tritt Laua Pergolizzi, besser bekannt unter dem Künstlerkürzel LP, endgültig aus dem Schatten ihrer künstlerischen Vergangenheit heraus. Der Über-Hit „Lost On You“ markierte im vergangenen Jahr den Startschuss für die zweite Karriere-Ebene. Nach übersichtlichen Selfmade-Erfolgen und Dankeskarten von Rihanna, Christina Aguilera und den Backstreet Boys (LP schrieb in der Vergangenheit an so manchem Hit besagter Künstler mit) war es endlich an der Zeit für den nächsten Schritt.

Nun läuft der Motor wie geschmiert. Die Popwelt hat LP auf dem Schirm. Und das völlig zu Recht. Denn mit „Heart To Mouth“ haucht die Sängerin aus Long Island der vor sich hin schnarchenden Pop-Branche neues Leben ein. Wir trafen LP kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums in Berlin zum Interview und sprachen über Verbindungen im Körper, eigene und fremde Songs und magische Momente.

MusikBlog: Laura, spätestens seit der Hit-Single „Lost On You“ bist du in aller Munde. Was viele nicht wissen: Der Song hätte es beinahe gar nicht in die Öffentlichkeit geschafft. Was war damals los?

LP: Nun, mein damaliges Label war nicht ganz so euphorisch wie ich. Ein anderes, kleineres Label hat den Song irgendwann dann doch noch lizensiert. Das war mein großes Glück und der Beginn einer spannenden Reise.

MusikBlog: Diese Reise erreicht dieser Tage mit der Veröffentlichung deines neuen Albums „Heart To Mouth“ ihren vorläufigen Höhepunkt. Der Albumtitel ist in meinen Augen und Ohren Programm. Siehst du das ähnlich?

LP: Absolut. Ich habe in meiner Karriere schon viele Alben und Songs rausgebracht. Aber diesmal ist es wirklich so, dass ich das Gefühl habe, dass eine direkte Verbindung zwischen meinem Herzen und meinem Mund entstanden ist. Ich nehme keine Umwege mehr. Ich singe über das, was mich in der Zeit, in der die Songs entstanden sind, bewegt hat. Und das ohne Filter.

MusikBlog: Ist dir das früher schwer gefallen?

LP: Scheinbar schon. (lacht) Aber zum Glück entwickelt man sich ja. Man wird nicht nur älter, sondern auch mutiger und offener.

MusikBlog: Was sticht in deinen Augen auf „Heart To Mouth“, abgesehen von den sehr persönlichen Texten, noch hervor?

LP: Für mich hat das Album eine ganz besondere Atmosphäre. Die mag man gut oder schlecht finden. Die Richtung ist eigentlich völlig nebensächlich. Mir war nur wichtig, ein atmosphärisches Fundament zu legen, auf dem jeder seine eigenen Bausteine platzieren kann. Ich liebe Musik, die ganz besondere Reize setzt und in der Lage ist, verschiedene Stimmungen zu bedienen. Led Zeppelin beispielsweise waren dahingehend wahre Meister.

MusikBlog: Wann wurde dir bewusst, dass du diesmal nicht nur textlich, sondern auch musikalisch einen Schalter umgelegt hast?

LP: Das ist schwer zu sagen. Natürlich bekommt man innerhalb des ganzen Albumprozesses irgendwann ein Gefühl dafür, in welche Richtung es geht. Ich hatte aber schon vor den Aufnahmen ein Kribbeln im Bauch. Die Songs „Recovery“, „Dreamer“ und „Girls Go Wild“ habe ich nämlich schon bei der letzten Tour live gespielt. Und da habe ich gemerkt, dass da scheinbar mehr drin steckt. Die Leute haben die Songs richtig abgefeiert. Ich denke, dass mir da schon klar wurde, dass ich hinsichtlich der Atmosphäre und des Sounds auf dem richtigen Weg war.

MusikBlog: Du hast mittlerweile nicht nur fünf eigene Alben aufgenommen, sondern auch viele Songs für andere Künstler geschrieben, darunter Hochkaräter wie Rihanna, Christina Aguilera und die Backstreet Boys. Wann triffst du die Entscheidung, welcher Song am Ende in welcher Schublade landet?

LP: Die treffe nicht immer nur ich alleine. (lacht) Manchmal landet ein Song auch über Umwege auf dem Tisch eines anderen Künstlers. Das kommt auch mal vor. Meist weiß man aber schon vorher, was mit einem Song passiert. Man befindet sich entweder in einer bestimmten Projekt-Songwriting-Session, das war beispielsweise bei Rihanna der Fall, oder aber man schreibt und produziert erstmal nur für den eigenen Katalog und lässt sich dann am Ende überraschen, wo der Song landet.

MusikBlog: Gibt es einen Song da draußen, bei dem du dir gewünscht hättest, dass man ihn nur für dich geschrieben hätte?

LP: Nicht wirklich. Aber es gibt ganz viele Songs da draußen, die ICH gerne geschrieben hätte.

MusikBlog: Zum Beispiel?

LP: Das sind zu viele, um einen bestimmten heraus zu picken. (lacht)

MusikBlog: Demnächst geht es wieder auf Tour. Für mich machst du ja perfekte Kopfhörermusik. Wie sieht das bei dir aus? Zuhause vor den Boxen oder draußen auf der Bühne? Wo fühlst du dich mit deinen Songs am wohlsten?

LP: Ich liebe beides. Ich arbeite unheimlich gerne an neuen Ideen, die ich mir dann auch gerne daheim anhöre. Aber ich liebe es auch, auf der Bühne zu stehen. Wenn ich sehe, dass Leute eine Verbindung zu meinen Songs aufbauen… Das ist wie Magie. Das sind Momente, die ich nicht missen will.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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