Für diese Website registrieren

5 × 5 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Das hatte schon was Magisches – Better Oblivion Community Center im Interview

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Boygenius-Mitgründerin Phoebe Bridgers und Ex-Bright Eyes-Member Conor Oberst präsentieren sich dieser Tage unter dem Better Oblivion Community Center-Banner im noisigen Singer/Songwriter-Gewand. Mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum setzen die beiden ein dickes Ausrufezeichen innerhalb der angerockten Lagerfeuer-Szene. Im Vorfeld der Veröffentlichung ihres ersten Studioalbums trafen wir das Duo zum Interview und sprachen über erste Schritte, Lieblingssongs und Schokoladenseiten.

MusikBlog: Hi ihr zwei, bevor wir über eure Musik sprechen: Was genau steckt hinter dem Bandnamen?

Conor Oberst: Ehrlich gesagt nicht allzu viel. Wir wollten einfach einen spannenden Bandnamen, bei dem die Leute anfangen, Fragen zu stellen. Und so wie es aussieht, haben wir da alles richtig gemacht. (lacht)

MusikBlog: Conor, du hast bereits auf Phoebes Debütalbum „Stranger In The Alps“ mitgewirkt. War das euer erster Kontakt?

Conor Oberst: Nein, Phoebe und ich, wir kannten uns schon vor dieser Zusammenarbeit. Wir haben uns das erste Mal im Sommer 2016 in Los Angeles getroffen. Wir waren damals beide für eine kleine Clubshow gebucht. Als ich Phoebe dort singen hörte, war ich sofort hin und weg.

Wir haben uns dann nach der Show eine Weile unterhalten und dabei gemerkt, dass wir musikalisch und menschlich einen guten Draht zueinander haben. Phoebe ist dann im Anschluss nach Nebraska geflogen um ihr Debütalbum aufzunehmen. Dort haben wir dann den Song „Would You Rather“ eingespielt.

Wir haben danach noch einige Shows zusammen gespielt. Irgendwann haben wir uns dann nochmal zusammengesetzt und den Song „I Didn’t Know What I Was In For“ gemeinsam geschrieben. Zu der Zeit wussten wir aber noch nicht so richtig, was wir mit dem Song anstellen sollen. Letztlich war diese Session dann aber der Startschuss für unser gemeinsames Projekt.

MusikBlog: Musikalisch pendelt ihr zwischen klassischen Singer/Songwriter-Sounds und noisig angehauchtem Indie-Rock. War diese Ausrichtung von Beginn an klar?

Phoebe Bridgers: Wir haben ja als Duo angefangen. Das war zu Beginn natürlich noch ein bisschen ruhiger. Irgendwann kam Conor dann mit der Idee einer kompletten Band um die Ecke. Und so hat sich das Ganze dann hinsichtlich der Albumproduktion in Richtung Band-Projekt entwickelt.

Conor Oberst: Ich hatte einfach Lust auf eine richtige Rockband. (lacht)

MusikBlog: Wer war denn jetzt alles im Studio mit dabei?

Phoebe Bridgers: Das lief alles sehr familiär und freundschaftlich. Wir haben einfach ein paar befreundete Kollegen aus Los Angeles ins Studio eingeladen. Carla Azar (Autolux) beispielsweise spielte die Drums. Anna Butters spielte den Bass ein. Und dann hatten wir noch Nick Zinner (Yeah Yeah Yeahs), Wylie Gelber (Dawes) und Griffin Goldsmith (Dawes) mit dabei.

MusikBlog: Das sind ja doch schon ganz schön viele Leute. Waren die alle mit in den Songwritingprozess involviert?

Conor Oberst: Das Fundament haben Phoebe und ich gelegt. Wir haben uns die Gitarren geschnappt, uns aufs Bett gesetzt und einfach drauf los gespielt. Die fertigen Ideen haben wir dann im Studio mit der Band ausgearbeitet.

MusikBlog: Habt ihr beiden stets einen gemeinsamen Nenner gefunden? Oder mussten auch mal Kompromisse eingegangen werden?

Conor Oberst: Natürlich haben wir auch mal diskutiert. Aber im Großen und Ganzen haben wir uns eher die Bälle einfach so zugeworfen. Manchmal hatte man das Gefühl, dass der eine genau weiß, was der andere denkt. Das hatte schon was Magisches. Das Wichtigste war einfach, dass wir am Ende immer beide glücklich waren. Und das haben wir auch immer hinbekommen.

MusikBlog: Habt ihr Lieblingssongs auf dem Album?

Phoebe Bridgers: Bei mir schwankt das immer, je nach Stimmung. Das finde ich auch total schön. Man kann sich jeden Tag auf ein neues Highlight freuen. (lacht)

Conor Oberst: Bei mir ist es ähnlich. Momentan steht „Dominoes“, der letzte Track des Albums ganz oben auf meiner Liste. Das ist ein Cover-Song von einem befreundeten Musiker aus Alabama, der auch schon viele Platten rausgebracht hat, aber noch nicht so richtig bekannt ist, was sehr schade ist. Vielleicht können wir ihm mit dem Song ein bisschen mehr Aufmerksamkeit verschaffen.

MusikBlog: Was schätzt ihr an euch? Was macht den jeweils anderen besonders?

Conor Oberst: Phoebe ist unglaublich talentiert. Sie hat eine tolle Stimme. Und sie kann großartige Songs schreiben. Hinzu kommt, dass sie ein witziger und warmherziger Mensch ist. Es macht Spaß, mit ihr zu arbeiten. Und es ist schön in ihrer Nähe zu sein.

Phoebe Bridgers: Conor ist einfach ein netter Kerl, der alte Freundschaften pflegt. Das gefällt mir besonders an ihm. Er ist keiner dieser Musiker, die jedes Jahr ein neues Umfeld um sich herum haben. Er ist sehr bodenständig. Und er ist natürlich auch ein toller Musiker. (lacht)

MusikBlog: Das klingt alles sehr nach einer Fortführung des Ganzen. Ist ein zweites Album bereits in Planung?

Conor Oberst: Wir werden sehen. Momentan fühlt es sich sehr gut an. Wir werden im Frühjahr definitiv noch zwei weitere Songs, die wir zusätzlich aufgenommen haben, veröffentlichen. Das wird so im Zeitraum unserer Tour passieren. Danach lassen wir Dinge einfach auf uns zukommen.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.