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Health – Vol. 4 Slaves Of Fear

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„In die Fresse“ – oder so ähnlich hätten die Regieanweisungen im Studio lauten können, die während der Aufnahmen zu „Vol. 4 Slaves Of Fear“ von Health in kurzen ruhigen Pausen brüllen vorgetragen wurden.

Die Band aus Los Angeles schafft nämlich auch auf dem aktuellen Album das definitiv Mögliche. Lautstärke nicht abebben zu lassen. Das mag dann auch einen Reiz haben, den man nicht ganz leugnen kann.

Schließlich bekommt man von popaffiner Musik nicht jeden Tag die Fresse poliert, dieses dichte Popgemisch funktioniert an einigen Stellen dann aber trotzdem nicht ganz so gut, wie das Konzept einer exponentiell gesteigerten Pop-Rockband klingen mag.

Klingt das überhaupt gut? Keine Ahnung, wenn man damit Imagine Dragons auf voller Lautstärke und durch übersteuernde Boxen meint, dann sicher nicht.

Ganz so schlimm klingt es dann auch nicht, wenn Health versuchen, die Melodramatik von Bands wie Interpol und Muse in ein Soundgemenge zu pressen, das auf „God Botherer“ kinematographisch und auf „Psychonaut“ nervig rüberkommt.

Die Trap-Rhythmen von „Rat Wars“, umgeben von pseudo-industrieller Cyberpunk-Atmosphäre, und die laid back vibes von „Feel Nothing“ – die zu Los Angeles übrigens kaum besser passen könnten – drängen das Bild, das man sich von Health auf ihrer neuen Platte mit dem sperrigen Namen „Vol. 4 Slaves Of Fear“ zwangsweise macht, eher in Richtung einer übernächtigt-überdrehten Version von The Neighbourhood.

Westküsten-Retrocharme mit leichem Hang zur apokalyptischen Selbstvermarktung. „Wenn heute nichts mehr geht, geht gar nichts mehr“, oder so.

Was wir von „Vol. 4 Slaves Of Fear“ lernen können? Dass man nicht zu gottesgleicher Fulminanz aufsteigt, indem man seinen Song „God Botherer“ nennt und jede Spur laut aufdreht zum Beispiel.

Bei aller Kritik aber auch, dass Popmusik nicht nur auf dem angenehmen Spektrum funktioniert, das jeder tolerieren kann, das Omas und Opas gleichermaßen nicht aus den Socken haut und, das zwischen Irritation und tanzbaren Parts Refrains verpackt, die man sogar mitsingen möchte.

„Vol. 4 Slaves Of Fear“ ist kein Meisterwerk, aber auch nicht uninteressant, belanglos oder dergleichen.

Man darf nur hoffen, dass Health nicht dasselbe Schicksal ereilt wie andere Bands, die mit ihren popaffinen Platten dem Mainstreamhörer entgehen und vom Popkritiker entgangen werden, wie es zum Beispiel The Neighbourhood immer mehr passiert.

Offizielle Entwarnung: Ist nicht nur Imagine Dragons in voller Dröhnung, ist mehr.

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