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Lily And Madeleine – Canterbury Girls

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Geschwister-Duos gibt es in der Musik einige. Vor allem im poppigen Folk-Bereich hauen die Verwandten gern gemeinsam in die Tasten. Da wären Angus & Julia Stone aus Australien, Joco aus Hamburg, oder eben Lily & Madeleine Jurkiewicz aus den USA.

Die beiden Schwestern aus Indianapolis veröffentlichen mit „Canterbury Girls“ bereits ihr viertes Album, auf dem sie dem Folk zu Gunsten des Pops den Rücken zudrehen.

Die folkigen Akustik-Gitarren, die sich mit Banjo und hintergründigem Schlagzeug bei „Come Together“ so gut verstanden haben, findet man auf dem Langspieler kaum noch.

Stattdessen stehen einfache Klavier-Riffs, kombiniert mit simplen Melodien und schunkelnder Rhythmus-Sektion auf dem Programm, wie der Opener „Self Care“ direkt zu Beginn der Platte klar stellt. Der Song walzert so vor sich hin, während die beiden Schwestern irgendwas von kaputter Liebe singen, was einem schon beim ersten Hören kaum entgehen kann.

Sowieso dreht sich die ganze Platte wieder nur um das schwere Herz. Das wird mal leicht beschwingt durchlebt, mal mit rotweingetränkter, melancholischer Schwere, die in „Circles“ das Bild einer nicht ganz so verzweifelten Lana Del Rey zeichnet und sich im Refrain leicht beschwipst im eigenen Leid der Hassliebe suhlt, nur um dann dem Schicksal die Schuld in die Schuhe schiebt.

„Just Do It“ könnte nicht nur dem Titel nach einer Nike-Kampagne entliehen sein, sondern flockt auch musikalisch so leichtfüßig vor sich hin, wie es sich sicher nur mit dieser einen Luftblase in der Sohle laufen lässt.

Dazu geben Xylophon-Klänge den Takt an, während eine der Schwestern verkündet, dass sie gar nicht genug bekommen kann: „It’s making me, making me, making me, making me want more.“

Für den Titeltrack kann man die Sneakers dann gleich anbehalten, denn so schunkelt es sich zur mittelalterlichen Gitarre bequemer im besungenen Mondschein.

Am überzeugendsten sind Lily & Madeleine aber nach wie vor, wenn sie sich auf das Wesentliche besinnen, wie in den beiden Balladen „Bruises“ and „Go“, die in ihrer Simplizität berühren und ihre größte Stärke aufzeigen: zwei Stimmen, die nach wie vor perfekt harmonieren. Sie sind auch auf „Canterbury Girls“ purer Hörgenuss.

Aber insgesamt geht der Platte durch zuviel des Guten der ursprüngliche Charme des Duos verloren.

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