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Odette – To A Stranger

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Einen gewissen Mut braucht es schon, um in ein so dicht besetztes Genre so selbstbewusst einzudringen, wie Odette es mit „To A Stranger“ tut.

Die Sängerin aus Australien (gebürtig England), die mit bürgerlichem Namen Georgia Odette Sallybanks heißt, wagt mit ihrem Debüt den Eintritt in die Welt des Lo-Fi-Pop, der melancholischen Musik für junge Menschen, zu der man im Notfall sogar tanzen könnte.

Dass sie die Szene allerdings direkt mit einem Album betritt, unterscheidet sie von einigen ihrer aktuellen Zeitgenossinnen. Wo H.E.R., Banks, Lorde und Jorja Smith – die in einem Topf natürlich nichts zu suchen haben – dem ersten Album einiges an Öffentlichkeitsarbeit zuvorkommen ließen, ging bei Odette alles sehr schnell.

Was mit „To A Stranger“ am Ende dabei herausgekommen ist, ist gut, aber an vielen Stellen eben nicht genug, um ihre Wahrnehmung als individuelle Künstlerin schon konkret feststellen zu können.

Da wäre der Sprechgesang in „Watch Me Read“, der RnB-Synth-Hammer in „Come Close“ oder die hymnische Gefühlsvertonung in „Lights Out“, die allesamt zwar professionell umgesetzt, aber etwas zu schablonenhaft klingen.

Dass es am Ende sogar die Coverversion von „Magnolia“, die Odette erstmals bei TripleJ spielte und die ihr zu ungeahnter Aufmerksamkeit verhalf, auf „To A Stranger“ schafft, lässt die gesamte Platte doch eher wie eine Anreihung unveröffentlichter Singles erscheinen, die teilweise nicht den Standards eines Albums genügen.

„To A Stranger“ ist solide und Odette ohne Zweifel eine Künstlerin, mit der man im laufenden Jahr rechnen muss, wenn es darum geht, Radiosender oder Romanverfilmungen mit neuer Musik zu versorgen.

Vielleicht lohnt es sich dann, den Vergleich zum britischen Künstler Calum Scott zu bemühen, der Anfang 2018 mit seinem Album „Only Human“ eine ähnlich überhastet anmutende Veröffentlichung präsentierte – inklusive Coverversion.

Fünf Songs kürzer und mit mehr Struktur, dann dürfte jedenfalls das Set eines Live-Auftritts von Odette sehr viel Spaß machen. Denn ihre Stimme ist, auch ganz ohne Gimmicks, interessanter als die meisten.

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