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Pond – Tasmania

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Was nicht tot ist, lebt. Pond, der siamesische Zwilling von Tame Impala beweist mit „Tasmania“ wieder einmal eindrucksvoll, warum Psychedelisches durchaus was im kontemporären Pop verloren hat und warum die australische Hybridlandschaft zwischen Metropolen und endloser Weite vielleicht genau die richtige Grundlage ist für Popmusik, die zwei Schritte weiter geht als die große Masse.

Genau von dieser Weite lebt „Tasmania“, das mittlerweile achte Album der australischen Band Pond. Zwischen Naturverbundenheit und urbanisierter und weltmännischer Vereinigung diverser Einflüsse tut sich in Tracks wie „Tasmania“ eine nicht erzwungene Weite auf, durch die die Gruppe um Nick Albrook lässiger kaum wandeln könnte.

Die psychedelischen Anlagen der Band paaren sich dann immer wieder mit gegenwärtigen Beats und einem Gesang, der ein wenig an einen wattierten Bowie erinnern könnte.

Synths, trabendes Tempo und die gelegentliche akustische Gitarre schaffen eklektische Musik und eine freie Atmosphäre. Nichts scheint nicht möglich, spätestens bei „Burn Out Star“, einer Tour de Force aus Jams, sich stetig aufbauenden Spuren und einem beinahe geisterhaften Ende.

„Selené“ folgt dann und damit die fast unmöglich anmutende Rückkehr zum normalsten aller Modi für Pond. Die Erholung vom intensivsten Track des Albums erfolgt schnell und lässt erkennen, dass Musik für Pond und Co. in keiner Form zur Belastung wird, immer Befreiung bleibt und entlastet.

Pond sind Teil eines Phänomens, das australische Musik auf die Titelseite jedes Indie-Magazins verfrachtet hat. Man traut der australischen Szene eine gesunde Selbstironie bei gleichbleibenden und längst erreichten Pop-Ambitionen zu.

Kein Wunder also, dass Pond auch auf „Tasmania“ den Spagat zwischen gegenwartskritischem Pop und australischem Naturalismus problemlos hinbekommen.

Das Dilemma, in dem sich deutsche Bands jahrelang verloren haben, und in das sich mittlerweile aus Angst kaum noch hineingewagt wird, findet im Zirkel dieser progressiven Bands aus Australien seine Lösung.

Schließlich hat ja auch niemand jemals den kompromisslosen Befehl ausgesprochen, Eingeständnis und Selbstkritik, intelligentes Songwriting und gleichzeitiges Bewahren einer gewissen Slacker-Mentalität dürften nicht Hand in Hand gehen. Selbst wenn: Pond leben das Gegenteil.

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