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R.I.P. Keith Flint

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  1. Schluss, Aus, vorbei. Diesmal fiel der letzte Vorhang für Keith Flint, legendärer Frontmann von The Prodigy.

Dabei hatte man ihn erst gar nicht auf dem Schirm, den Tänzer, der zu „Charly“ – dünn und langhaarig – seltsamste Moves produzierte, deren Nachahmung im häuslichen Bereich selten als gleichwertiger Versuch zu werten war.

Eingangs der Neunziger wäre es allerdings auch schwergefallen, die Namen seiner Kollegen, Liam Howlett, Leeroy Thornhill und Maxim Reality störungsfrei aufzuzählen, war das Quartett, von dem sich niemand mehr genau erinnern kann, wann es zum festen Kollektiv wurde, zu diesen Zeitpunkt noch einer von vielen Bestandteilen der Rave-O-Lution im Königreich.

Der Bekanntheitsgrad wuchs mit „Out Of Space“ und „No Good“ und der brillianten „Music For The Jilted Generation“ – Platte, kein Halten gab es 1996 als eben dieser Keith Flint zu singen begann, mit Outfit und Gestus eines Irren und der Aura eines lebenden Energy-Boosters durch die U-Bahn Röhre schoss.

Mit punk-affinen Breakbeatgewitter und dem bellenden Sänger wuchsen The Prodigy auf Stadiongröße, beeinflusste ihr destruktiver Charakter Musiker-Generationen, gipfelte der Erfolg im „The Fat Of The Land“- Album und mit „Smack My Bitch Up“ in einem der besten, damit auch kontroversesten, Videos aller Zeiten.

Zu diesen Zeiten war ihr Protagonist allerdings nicht nur auf dem Gipfel des Erfolges, sondern auch auf dem Gipfel des Exzesses, sog „Alkohol und Drogen wie ein Schwamm“ in sich auf. Ein gefundenes Fressen für den Boulevard, einschlägige Suchtberichte kursierten, wie üblich verifizierung-frei, durch die Medien.

Einen Solo-Flop und eine The-Prodigy-Platte, „Always Outnumbered, Never Outgunned“, bei dem Sounddirektor Howlett größtenteils auf die Kollegen verzichtete, weiter gab es mit „Invaders Must Die“ ein Comeback.

Hier wie auf dem folgenden „The Day Is My Enemy“ ging es natürlich auch um Verwaltung des Lebenswerks, war der zu diesem Zeitpunkt laut Selbstauskunft bereits Jahre trockene und cleane Flint weiterhin in der Lage, mit seinen Stakkato-Sprechgesang über dem Sequenzer-Gewummer präsent zu bleiben.

Gerade auf Tour für das retro-charmante „No Tourist“-Album und die Fans von ihm und The Prodigy in freudiger Erwartung auf hiesige Festival-Gigs, scheidet Keih Flint 49-jährig auf eigenen Wunsch aus dem Leben.

Möge der aus ihm gewichene Firestarter-Geist ein ebenbürtiges neues Medium finden.

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