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SWMRS – Live im Strom, München

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Wir alle kennen Montage. Das Wochenende ist kaum vorbei und schon fängt wieder eine neue Arbeitswoche an. Man quetscht sich schon früh am Morgen mit 200 weiteren misslaunigen Pendler in viel zu kleine Busse oder Bahnabteile und lebt tagein und tagaus in dem selben Arbeitstrott. Doch Montage müssen nicht immer so ablaufen, denn es gibt eine gute Medizin dagegen – Konzerte!

Gestern konnte man die schnelle Wirkung dieser wunderbaren Medizin im Münchner Strom erleben, denn die amerikanische Band SWMRS hat zur Montags-Euphorie geladen und viele folgten dieser.

Den Anfang machten Anteros, eine relativ junge Londoner Band, bestehend aus Laura Hayden (Freundin von Two Door Cinema Club’s Alex J. Trimble), Joshua Rumble, Jackson Couzens und Harry Balazs. Das Verwirrende war: das Publikum jubelte, schrie und klatschte noch vor dem ersten Song.

Die tristen Montagsgefühle waren bei den meisten schlagartig verschwunden. Anteros, die in diesem Monat noch ihr Debütalbum veröffentlichen werden, rissen sofort die gute Stimmung an sich und lieferten eine hervorragende Show ab.

Besonders Sängerin Laura Hayden, die wie eine Mischung aus Debbie Harris und Nina Hagen aussah, aber wie Debbie Harris und Cher klang, holte gefüllt alle Energie aus sich raus und machte mit Songs wie “Drive On”,”Ordinary Girl” oder dem Nancy Sinatra-Cover von “These Boots Are Made For Walking” deutlich, dass Anteros eine Band mit Zukunft sind.

Und die Zuschauer? Versammelten sich während “Breakfast” vor und auf der Bühne, feierten und machten die Vorband zur gefühlten Hauptband.

Dann kamen SWMRS. Schon in den ersten Takten des Openers “Trashbag Baby” rissen Cole Becker (Gesang, Rhythmusgitarre), dessen Bruder Max (Gesang, Leadgitarre), Joey Armstrong (Schlagzeug und Sohn von Green Day’s Billie Joe Armstrong) und Seb Mueller (Bass) das Publikum mit.

Spätestens jetzt machten alle in der Halle mit. Auch kein Wunder, denn “Trashbag Baby” (vom kürzlich erschienen Album “Berkeley’s On Fire”) macht extrem viel Laune und ist auch live eine absolute Wucht. Das schnelle Tempo setzte sofort alles in Bewegung und trieb den Abend in die richtige Richtung. Stage Diver erklommen die Bühne, um in regelmäßigen Abständen wieder ins Publikum zu springen.

Weiter ging es mit “D’You Have A Car?” aus dem offiziellen SWMRS-Debütalbum “Drive North” (2016) und der Strom machte das, was es seit knapp einer Stunde machte: Tanzen, Springen, Singen, stage diven und Mosh-Pits bauen. Selten sah man eine solch losgelöste Stimmung mit einem so jungen Publikum (gefühlt zwischen 16 und 20).

Und SWMRS? Die ließen sich feiern. Cole Becker schrie “Ick liebe dick Münchken” in sein Mikro, und holte wieder 100% aus sich heraus. Dieser Typ ist ein Biest auf der Bühne. Sein Gesang ist nicht nur extrem stark, sondern er verliert sich auch völlig in der Musik.

Neben einem Cover von Billie Eilish’s “My Boy” war die aktuelle Single “Berkeley’s On Fire” ein absolutes Highlight des gestrigen Abends. “Bavaria is a really cool place. Do you willst tanzen mit mir?”, kündigte Cole Becker den Song an und trieb die Temperatur weiter nach oben. Wieder formierten sich Mosh-Pits und im Strom herrschte eine frenetische Stimmung, die leicht an positive Hysterie erinnerte. Bei SWMRS wird halt die nächste Generation Punk-Fans gezüchtet.

Weiter ging es mit “April in Houston”, “Lose It” und “Harry Dean”, welches auch gleichzeitig als Abschluss des knapp 70-minütigen Sets diente. Die Hälfte in der Halle stellte sich schon an der Garderobe an, doch SWMRS hatten noch zwei Songs im Gepäck:

Mit der Akustikgitarre gingen sie noch einmal auf die Bühne und stimmten “Hannah” sowie “Turn Up” aus dem Debütalbum “Drive North” an. Das Publikum sammelte noch einmal alle Energie zusammen und sang textsicher beide Songs mit. Eine magische Stimmung, die einem komplett vergessen ließ, dass es ja immer noch Montag war.

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