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Wintersleep – In the Land Of

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Märchenhafte Titel schüren Erwartungen. Wenn es dann sogar noch eine Band ist, die sich selbst nach dem dauerregenerativen Schlafmodell mancher gleichwarmer Tiere und einzelner gestochener Prinzessinen benennen, kann doch eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Im Land von Ahornsirup, beeindruckender Natur und anderen Dingen gibt es eben diese Band namens Wintersleep, die mit ihrem siebten Album „In The Land Of“ ein ambivalentes Bild davon zeichnet, was für sie zum Wesen ihrer Heimat gehört.

Wäre das doch nur so einfach. Zwischen „Waves“ und „Terror“ liegt auf „In the Land Of“ nicht viel. Während die atmosphärische Stimme Paul Murphys durch beide Tracks mit einer ähnlich gewichtigen Schwerelosigkeit wabert, verschwimmen Drums, Gitarren und der E-Bass häufig zu einer grauen Masse, die, dem Cover ähnlich, kaum zu verorten ist.

Formwandlerisch bahnt sich diese Masse den Weg durch das gesamte Album. Ob in „The Lighthouse“ als Abenteuernostalgie, die durch ein größtenteils akustisches Stück trägt, oder in „Beneficiary“ als beinahe unkenntlich gemachte und freudestrahlende Version ihrer selbst, schaffen Wintersleep auf „In the Land Of“ eine Landschaft, die eingefroren ihr Dasein fristet, dem beobachtenden Auge derer ausgeliefert, die Kunst aus ihr machen wollen.

Musikalisch wandelt das Album zwischen großer Geste und introspektiver Zurückhaltung. Wo einerseits mit vielen Spuren und dichtem Sound nicht gegeizt wird, lassen Wintersleep zeitweise die große Ambition außen vor.

Das gibt dem Album zwar eine gewisse Dynamik, die sonst unter anhaltendem Sound begraben worden wäre, zeigt aber zum gleichen Zeitpunkt auf, wo die Band sich wohler fühlt.

Denn auch, wenn die fehlende Konsequenz hier der Gesamtstruktur der Platte eher zuträglich ist, sind es doch eher die großen Tracks des Albums, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Wintersleep beherrschen das narrative Songwriting und eine beinahe metaphorische Komposition. Das siebte Album macht da, trotz weniger Aussetzer, keine Ausnahme und wirkt authentisch, mystisch und entschieden. Die volle Wirkung? Entfaltet’s wohl nur live.

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