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Bear’s Den – So That You Might Hear Me

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1973 verstarb der chilenische Dichter Pablo Neruda, und die meisten der seither vergangenen 46 Jahre lagen seine Gebeine friedlich, neben denen seiner Frau, auf Isla Negra begraben. Vor einiger Zeit dann wurde der Leichnam wegen des Verdachts, er hätte sein Leben durch Einwirkungen von außen verloren, exhumiert.

Mit welchem Ergebnis? Weil die leiblichen Überreste des Südamerikaners in der erforderlichen Verfassung offenbar nicht mehr vorhanden waren, ist der Fall bis heute nicht zweifelsfrei geklärt.

Erschiene diese Woche nicht das dritte Bear’s Den-Album, könnte diese Episode als Vergänglichkeits-Mahnung gelten, die sich in Sachen Dramatik vor keinem Barock-Stillleben verstecken müsste. Aber: Die Platte erscheint, heißt „So That You Might Hear Me“ und spielt damit auf Nerudas Gedicht „So That You Will Hear Me“ an.

Während es Pablo Neruda also auch nach dem Tod schafft, seinen klingenden Namen durch die Liebesdichtung vor dem Geruch fauligen Fleisches weitestgehend zu schützen, steckt die britische Folk-Band damit den thematischen Rahmen ihres neuesten Werkes ab.

Von den klassischen Verwerfungen im Zwischenmenschlichen wird da also gesungen: „You don’t have to be lonely alone / I could be there in a heartbeat“ zum Beispiel im Song „Laurel Wreath“. Das lässt sich insgesamt schon ein bisschen beliebiger an, als die Sprachwirren des zum Vorbild erkorenen chilenischen Altmeisters, aber was soll’s.

Das ist nicht’s, was die Grenzen eines Pop-Songs im Negativen sprengen würde. Ein bisschen problematischer kommt es einem in musikalischer Hinsicht vor, dass da wohl gar keine Grenzen gesprengt werden wollen.

Nicht, dass das zwangsläufig nötig wäre, auf „So That You Might Hear Me“ bekommen wir durchweg soliden, dezent elektronisch angefütterten (ok, das gab’s auf den ersten beiden Platten nicht) Folk-Pop, der die band-typische Schmuse-Melancholie ausströmt.

Das darf und kann man sich durchaus anhören und schön finden. So richtig knallen will’s irgendwie trotzdem nicht. Eine Warnung sei deshalb ausgesprochen:

Je nach eigenen geschmacklichen Vorlieben könnte es passieren, dass einen das Gehörte nicht vom Sitzmöbel reißt.

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