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The Drums – Brutalism

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Vor ein bisschen weniger als zehn Jahren veröffentlichen zwei junge New Yorker eine EP, deren Songs die Indie-Diskos dieser Welt, von Brooklyn bis Bersenbrück, genauso heftig wie nachhaltig erschüttern sollten.

Um beispielsweise einen Song zu nennen, der sich in besagten Einrichtungen gruppenübergreifend, in betrunkenem wie nüchternem Zustand, bei gleichzeitigem Vergnügen und pflichtbewusster Ernsthaftigkeit ähnlich wunderbar mitgrölen lässt wie das darauf enthaltene „Let’s Go Surfing“, müssten schon richtig heftige Geschütze aufgefahren werden (der Autor wagt es, hier an „Mr. Brightside“ zu denken).

Das war sie, die Geburtsstunde von The Drums. Seither ist einiges passiert: Vier Alben erscheinen, das ursprüngliche Band-Projekt wird zum Solo-Projekt des Sängers Johnathan Pierce und derselbe begibt sich wegen seiner Depressionen in Therapie.

Jetzt arbeitet er das Geschehene im fünften The-Drums-Album „Brutalism“ auf. Warum er es nach einer Architekturströmung benennt, die ihrerseits auf einfache Formen und Sichtbeton setzt, macht auf den zweiten Blick durchaus Sinn:

Keine Spur mehr von der federhallgetränkten Surf-Pop-Romantik, die einen so easy einlullen konnte. Stattdessen naturalistische Fehleranalysen von Pierces Gemütszuständen, wie etwa in „Body Chemistry“ (!):

„I know some good luck and a good fuck, a nice glass of wine and some quality time is gonna make you mine, but it’s not what I’m trying to find”.

Auch auf klanglicher Ebene gibt’s weniger pappsüße Beach-Boy-Referenzen zu Gunsten eines insgesamt trockeneren – man ist geneigt, zu sagen nüchterneren – Klangbildes:

Rhythmisch manchmal vertrackter, mehr Synthies, hin und wieder Voice-Samples, nichtsdestotrotz ziemlich gute Pop-Songs.

Was bleibt zu sagen? Der nostalgische Vibe, den auch die neuen The Drums-Songs transportieren, fällt ein bisschen düsterer aus, als das Ekstase-basierte Surfgitarren-Geachtel, das wir schon kennen.

Das wird den ein oder anderen Tanzhallengänger vermutlich daran hindern, seinem Nebenmann volltrunken die in diesem Fall gar nicht mal so belanglosen Lyrics ins Ohr zu brüllen. Mitsingen dürfen wir trotzdem und ausgesprochen schön klingen tut’s auch (Tipp: „Loner“). Was macht’s also?

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