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Big Thief – UFO-F

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„Das F steht für Friend“, heißt es im Pressetext zum neuen, dritten Big Thief-Album „UFO-F“. Im Hinblick auf das Werk aufschlussreich gestaltet sich diese Information, wie sollte es anders sein, natürlich nicht. Da bleibt doch mehr als eine Frage offen.

Was genau ist ein UFO-Freund? Einer, der die Existenz außerirdischer Lebensformen für bewiesen hält? Oder doch eher der in den letzten Jahren so in Mode gekommene und dabei popkulturell unzählige Male rezipierte Prototyp des ewig jungfräulichen Star Trek-Nerds?

Und was in Gottes Namen hat das mit Big Thief zu tun? Wir begeben uns auf Spurensuche – im neuen Album der Band.

Zunächst stoßen wir dabei auf zwölf flauschige Folk-Betten, bestehend aus zurückhaltend weichen Drums, einem anschmiegsamen E-Bass und sich meditativ wiederholenden Akustikgitarren-Pickings, alles, nicht nur für die, die das vorab gelesen haben, hörbar live eingespielt.

Darauf säuselt Adrianne Lenker ihre Gute-Nacht-Melodien, die sich spätestens nach dem zweiten Mal im Ohr festsetzen und einen schon beim ersten Mal so tief einsaugen, dass man nur sehr ungern wieder aus diesem organischen Traum aus unbehandeltem Massivholz und Sternenstaub erwachen würde.

So ereignisarm das klingen mag, langweilig ist „UFO-F“ nicht. Das wissen selten erwartbare, aber immer irgendwie gerechtfertigte Brüche durch verzerrte Gitarren, eingestreute Samples oder Synths von Zeit zu Zeit zu verhindern.

Etwa in den Songs (auf die Titel darf im Sinne unseres Erkenntnisinteresses durchaus geachtet werden): „Contact“, „UFOF“ und „Strange“. Immer wieder wird da nämlich auch textlich auf den extraterrestrischen Namen des Albums angespielt.

Und tatsächlich geschieht das in der Regel in einem so wohlwollenden Ton, dass sich das eingangs in Richtung Freund aufgelöste F-Wort mit den vermeintlichen Eindringlingen aus dem All in Einklang bringen lässt: „And I imagine you / Taking me outta here / To deepen our love“ (in „UFOF“).

Adrianne Lenker und ihre Bandkollegen fordern in ihrem album-gewordenen, eskapistischen Manifest „UFO-F“ geradezu, man möge sie in kosmische Weiten entführen. Wir nehmen vorlieb mit der Platte selbst, die schafft das nämlich auch.

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