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Justin Townes Earle – The Saint Of Lost Causes

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Die Lebensgeschichte von Justin Townes Earle passt so dermaßen gut zu seinem Beruf als Americana-Songwriter, dass man sich wohl keine klischeehaftere hätte ausdenken können. Mit seinen 37 Jahren hat er bereits mehr hinter sich als die meisten 87-jährigen in ihrem ganzen Leben:

Er wurde vom drogenabhängigen Vater, der weltberühmten Country-Legende Steve Earle, verlassen, allerdings nicht, bevor dieser ihn nach dessen Spezl Townes Van Zandt benennt, einem der vermeintlich besten Songwriter aller Zeiten, der so heftig am Klebstoff schnüffelte, dass er bereits zu Lebzeiten alle seine Zähne verlor, einmal fälschlicherweise für tot erklärt wurde und schließlich auch einmal korrekterweise.

In der Folge wächst Justin bei seiner Mutter auf, die so wenig Zeit hat, dass er zum Vater zurückkehrt, als dieser endlich clean ist. Kurz darauf – fast noch ein Kind – ist er selbst so heroinabhängig, dass ihn der eigene Vater aus seiner Band wirft.

Was soll da noch kommen? Die Läuterung natürlich. Jahre vergehen, Earle schwört den Drogen ab, wird Solo-Künstler und kürzlich sogar Vater: Jetzt erscheint sein neuntes Album „The Saint Of Lost Causes“.

Darauf erzählt er uns in sozialkritischem Ton die genretypischen Ami-Geschichten des unter die Räder gekommenen Verlierers, gebettet auf wunderbar akustisch und sparsam instrumentieren Americana- und Blues-Gerüsten.

Die Notwendigkeit, man müsste Earle des bloßen Widerkäuens Gemeinplätze US-amerikanischer Sozialkritik bezichtigen, besteht nicht. So betrachtet Justin Townes Earle das Bekannte immer wieder aus neuen Perspektiven, im Song „Over Alameda“ etwa aus der einer afro-amerikanischen Familie im Mississippi der 1960er.

Außerdem: Vielleicht ist es der klagende Ton des Weitgereisten, der eher an seinen Namenspatron als an seinen Vater erinnert, vielleicht auch nur das Wissen um seine Biographie, aber man glaubt Justin Townes Earle schlicht, was er singt.

„The Saint Of Lost Causes“ reißt keine Genre-Grenzen ein, muss es auch nicht. Wer sich mit Americana und Blues anfreunden kann, darf eine angenehme Dreiviertelstunde mit einem hervorragenden Gastgeber und Geschichtenerzähler verbringen.

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