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Saint Agnes – Live im Molotow, Hamburg

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Direkt zur Veröffentlich ihres Debüts zieht es Saint Agnes dahin, wo sie herkommen – auf die Bühnen der Clubs und Festivals. In Hamburg ist das die kleine Probebühne des ehrwürdigen Molotow, die Skybar.

20:00 Uhr, dank großer Fensterfront und fehlender Verdunkelung ist noch fast taghell, gute 20 Leute sind da. Auf die Minute pünktlich legt das junge Duo The Shrines los. Anne Jensen und Rasmus Haman, ursprünglich aus Dänemark, leben jetzt Hamburg. Bisher erst drei Singles am Start, die Arbeit am ersten Album läuft auf Hochtouren.

Weibliche blonde Mähne am Micro, er übernimmt die Gitarre und darunter stampft der Drumcomputer. Das Konzept haben wir schon mal genauso gesehen. Nicht nur das Konzept, auch der Sound erinnert an The Kills oder Dead Weather.

Slow Tempo mit Emotion hin zu treibenden Stücken. Schlüssige Stücke, liebenswürdig aktiv unter schwierigen Bedingungen präsentiert. Genau das Richtige als Support für ein Publikum das auf Saint Agnes wartet. Publikum ist dabei, aufmerksam und applaudiert glaubwürdig. Das würden sich sicher viele Vorbands wünschen.

Wie ein Donnerschlag kracht es in den Raum, begleitet von einem Urschrei. Saint Agnes sind da und alle, jetzt immerhin 30, Gäste sind wach. Eingeschachtelt auf die kleine Bühne wirken die vier aus London eine halbe Generation jünger als auf den Promo-Photos. Der ausgeprägte Bewegungsdrang von Sängerin Kitty Arabella Austen kaum gebremst durch die Enge auf der Bühne.

„The Death Or Glory Gang“, Opener und Name ihres Labels zugleich. Alle Register der folgenden 11 Tracks schon jetzt gezogen. Diffuses Licht in viel Nebel, blendende Strobes, viel Rot, dreckige Gitarrenwände, trockene Drums und der zweite Kopf der Band Jon James Tufnell an der Mundharmonika.

Es gibt einmal das komplette Album, einzig „Daughters Of Lucifer“ kommt dazu. An vierter Stelle „Why Do You Refuse To Die“ das erste echte Highlight.

Die Westernstimmung vom Intro wird gnadenlos unter psychedelischem Jammen in den Boden gestampft. Der Refrain ein Wechselspiel zwischen Kitty und Jon. Man merkt, dass die beiden die Band gemeinsam gestartet haben. Beide spielen das Ende des Songs inmitten des Publikums.

„I Feel Dangerous Around You“ treibt es weiter. Bass und Gitarren schnarren tiefstmöglich. Mit Orgel dazwischen wie Doors auf Speed.

Musikalisches Highlight das relativ lange „The Witching Hour“. Psychedelisch baut sich ohrenbetäubender Noise auf wie eine Wand. Um zurückzufallen in den Anschein ruhiger Geborgenheit, die dann wieder gezielt zerstört wird.

Psychedelik ersetzt Vernunft. Die Bühne wird Kitty, meist versteckt hinter ihren Haaren, zu klein. Tanzen, Zucken, Malträtieren des Keyboards reichen nicht mehr als Kanal für ihre gefühlt unendliche Energie.

Sie singt auf der Bassdrum stehend und tanzend, springt durchs Publikum, steht auf dem Fensterbrett. Die restliche Band auf der Bühne steht dem in fast nichts nach.

„Diablo Take Me Home“ rollt unter Blitzen wie ein Gewitter durch den Raum, der Titeltrack „Welcome To Silvertown“ schliesst ab. Zugabe gibt es keine, braucht es auch nicht, die Ohren pfeifen auch so schon genug.

„This is a fully analogue recording and should be listened to obnoxiously loud“. Diesen Hinweis auf der Platte haben sie sehr ernst genommen und definitiv in die Tat umgesetzt. Nehmt Gehörschutz mit!

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