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The Get Up Kids – Problems

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Akustik-Gitarre, die bekannten Harmonien und dann nach gut 30 Sekunden der Ausbruch: Krachendes Schlagzeug, gekeifte Lyrics, die man mitsingt, ohne den Text zu kennen, währenddessen man zum Opener „Satellite“ die Emo-Faust so weit in die Luft reckt, wie die alternden Knochen es zulassen.

The Get Up Kids sind nach acht Jahren mit dem Album „Problems“ zurück. Seit 22 Jahren hat sich die Besetzung des Quintetts nicht geändert. Und auch der Sound klingt wie vor 20 Jahren, obwohl die Fünf längst keine Jungs mehr sind, sondern Männer Anfang 40.

Trotzdem machen sie immer noch genau die Musik, für die man sie in seiner Jugend kennen und lieben gelernt hat. Die meisten Tracks überschreiten die Drei-Minuten-Marke nicht oder kaum, die Melodien nisten sich sofort im Gehörgang ein, die Harmonien sind kein Hexenwerk und jeden Refrain kann man spätestens beim dritten Mal im vollen Brustton mitsingen.

„Salina“ bringt diesen unterschwelligen Funken Melancholie zum Vorschein, den ein jeder irgendwo in sich trägt. Natürlich geht es um die Liebe, so abgedroschen und doch so wahr.

Und spätestens, wenn Matt Pryor die Worte „Sentimental Fool“ in den Mund nimmt, findet man sich wieder. Denn ,wenn man sich auf die Get Up Kids einlässt, wird man unweigerlich selbst zu einem.

Aber, wenn man bei „Problems“ genauer hinhört, stellt man fest, dass die Lyrics keinesfalls in den Zwanzigern hängen geblieben sind. Es geht nicht mehr nur um die erste große Liebe, auch wenn man das bei Songtiteln wie „Now Or Never“ oder „Waking Up Alone“ auf den ersten Blick vermuten könnte.

Der Horizont ist breiter geworden. Die Get Up Kids übertragen die Inhalte ihres Emo-Pops auf das Erwachsenenleben und sind damit weit mehr als eben nur ein „sentimental fool“.

Es ist unglaublich sympathisch, dass die Get Up Kids im Jahr 2019 nicht versuchen, ihren guten, alten Emo-Punk in irgendein modernes Sound-Gewand zu verpacken, sondern sich auf „Problems“ auf ganzer Linie treu bleiben und ihre Fans damit immer noch abholen.

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