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Charlie Cunningham – Permanent Way

Als Liedermacher mit unaufgeregten Folk-Ambitionen nicht völlig unterzugehen ist schwer genug, Charlie Cunningham lässt es aber kinderleicht aussehen.

Schon in seiner Jugend spielte der Sänger mit der hallenden Stimme leidenschaftlich Gitarre und immer wieder in Indie-Bands. Zu seinen Einflüssen zählten Bands wie Mogwai und Sigur Rós.

Diese lassen sich zwar auch heute noch in Cunninghams Musik ablesen, insgesamt sind seine Songs aber weitaus zugänglicher geworden. Mit seinem Debütalbum „Lines“ machte der Brite 2016 zum ersten Mal auf sich aufmerksam, „Different Spaces“ liefert jetzt weitere, zauberhafte Melodien sowie Emotionen zum Sich-Verlieren.

Dabei setzt der Opener „Permanent Way“ noch auf locker-beschwingte und elektronische Orgeltöne. Der Songwriter spielt hier mit Stimmungswechsel und Brüchen, lässt die Instrumentierung erst im Laufe des Songs breiter werden.

Trotz seiner Wahl des vorurteilsbelasteten Genres Folk, lassen sich Cunningham sämtliche Klischees eines weinerlich-naturverbundenen Musikers, der diese Eigenschaften in seinen Songs auslebt nicht vorwerfen.

Die Stücke sind eher zartbeseelt, ja. Aber auch vielschichtig und abwechslungsreich.

Eine Besonderheit: Das Lieblingsinstrument des Briten ist eine klassische, spanische Gitarre. Während er zwei Jahre in Spanien gelebt hat, hat er sie lieben gelernt und setzt sie auch auf „Different Spaces“ – so oft es sich anbietet – ein.

„Interlude (Tango)“ spielt intensiv mit dem temperamentvollen, charakterstarken Klängen. Doch auch in „Hundred Times“ wird der Fokus im Verlauf auf die spanischen Saiten gelenkt.

Auf der zweiten Hälfte von „Different Spaces“ zielt Cunningham eher ruhigere Töne an. Zerbrechlichkeit, nur Klaviertöne und auch die zarte Seite seines Gesangs kommen hier vermehrt zum Einsatz.

Auch sein Gitarrenspiel scheint behutsamer und durchdachter als ohnehin schon. „Monster“ wird so zu einer zauberhaften Berieselung ala José González.

Cunninghams Stimme schwankt hier auch zwischen der des Junip-Sängers und dem leicht entenartigen Klang eines Chris Martin. Nur musikalisch bleibt er eher bei ersterem und seinem zeitlosen Folk treu.

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