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Pixx – Small Mercies

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Pixx ist 23 und macht es einem beinahe unmöglich, das zu glauben. Ihr Zweitwerk „Small Mercies“ begleitet ihre Transformation vom Andenkondor zum Kugelfisch und zurück, zersetzt das Leben in seine Einzelteile.

Hannah Rodgers greift ins Puppenhaus und zieht heraus, was kommt. Drei Zimmer, Küche, Bad, nur fehlt auf dem Cover von „Small Mercies“ das zweite davon. Normal ist anders.

Assoziationsmusik mit enormem Tempo gibt es so zum Beispiel auf „Disgrace“, das dank dem monotonen Gesang viel von der apathisch-euphorischen Stimmung eines düsteren Clubs in den 80ern mitbringt.

„Aendan Condor“ geht es im Gegensatz dazu um einiges grooviger an. Triefender Bass und Beat klingen wie hochgepitchter Jungle-Hintergrund, der Gesang pendelt zwischen robotherhaften Drohgebärden und sinnlichem Hall.

„Small Mercies“ geht den Spagat zwischen knallharter Dystopie und roher Realitätsvertonung ein. Vielleicht passt Slalom doch besser als Spagat, schließlich wird beinahe von Song zu Song der Ton gewechselt, mit dem das gegenwärtige Leben seziert werden soll.

Zwischen Gesellschaftsstudie und Tagebuch kommt dem Album nichts abhanden, weder der rohe DIY-Sound, der an die Akustik von Garagen und den Geruch von Gras erinnert, noch die makellos produzierten und abgestimmten Spuren, die sich teilweise durch ganze Tracks ziehen wie bei „Peanuts Grow Underground“  und „Funsize“, überraschend funky und überraschend reduziert.

Den Abschluss dieses eklektischen Zweitwerks macht „Blowfish“ und damit ein Track, der wie die Konsequenz des restlichen Albums wirkt. „I used to think, trees could grow out the sink.“ lautet das verkaterte Resümee, das abstrakte Eingeständnis, dass alles doch nicht so durchschaubar, das Leben keine Formel und das Unterfangen, es zu vertonen, ein unmögliches ist.

„Small Mercies“ urteilt zum Schluss über sich selbst – keine einfache Aufgabe. Der Indie-Pop von Pixx ist sich seiner Gegenwärtigkeit bewusst und weckt in Selbstironie und Ehrlichkeit Erinnerungen an das Zweitwerk von Soak, das vor kurzem erst noch offensichtlicher Düsteres und die Freude am Leben kombinierte.

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