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Stonefield (Credit Megan Hullander)

Stonefield – Bent

Schon ab Sekunde Null schlägt einem ein richtiges Brett entgegen. Die Gitarren schwer, der Rhythmus wuchtig, der Gesang betörend – so klingen Stonefield auf ihrem neuen Album „Bent“.

Stonefield, das sind die vier Schwestern Amy, Hannah, Sarah und Holly Findlay, irgendwo aus dem australischen Hinterland, die sich mit ihrem harten Rock seit Jahren einige Anhänger erspielt haben. Seit 2006 aktiv, legen sie jetzt ihr nunmehr viertes Album vor.

Amy ist diejenige, die hier den Lead-Gesang übernimmt, aber geführt wird diese Band nicht von ihrer Stimme. Während der Gesang gar nicht erst versucht, sich in den Vordergrund zu spielen, scheint die tonnenschwere Gitarrenlast alles zu übertönen.

Dabei machen die Findlay-Schwestern ziemlich klassischen Rock, der mal hier, mal da in verschiedene Subgenres abbiegt: Das röhrende Gitarrenbett, das in „Dead Alive“ das Riff unterlegt, schlägt die Brücke zum Shoegaze; mit dem so simplen wie fesselnden Motiv in „If I Die“ wird es psychedelisch.

Das weitgehend instrumentale „66“, symbolträchtig auf Tracknummer 6 des Albums platziert, klingt so, als sei der Teufel höchstpersönlich aus der Hölle heraufgestiegen, um das Erdenvolk mit seinem Riff zu verführen.

Der Song „People“ komprimiert das alles in vier Minuten: Ein stampfendes Gitarrenriff verliert sich in einem wilden und kaum zu bändigenden Orgelsolo, dann beherrscht sich der Song mit einem gesetzten Rhythmus zum Gesang, bevor zum Schluss die Gitarren nochmal völlig durchdrehen.

Klingt anstrengend? Das muss es für die Band gewesen sein. Für den Hörer auch.

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