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Tusks – Avalanche

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Atmosphäre, Atmosphäre. „Avalanche“ von Tusks kommt im Gegensatz zum Vorgänger „Dissolve“ zwar nicht passend zum einsamen und grauen Herbst, aber auf die Jahreszeiten ist ja eh kein Verlass mehr.

Auf Tusks schon und so lässt Emily Underhill die Melancholie ihres Musikprojekts nicht abklingen, nur weil Sommer ist. Gut so! Finden wir.

„Demon“ leitet das Album trotzdem in epischer Manier ein. Halllose Drums, Gitarren mit einer West-Coast-Leichtigkeit, die vielleicht doch in den Sommer passt, enden in glitchy sounds, öffnen die Tür für „Be Mine“.

Der zweite Track des Albums kann wie so viele andere fast als reinster Pop-Rock mit Elementen des Shoegaze bezeichnet werden. Klar erkennbare Refrain-Strukturen konkurrieren mit der kaum definierbaren Stimmverzerrung.

Tusks Musik findet in einem riesigen Raum statt, der je nach Belieben seine akustischen Qualitäten verändern kann. Fast handverlesen wirkt dann, welches Geräusch oder welcher Ton ein Echo verpasst bekommt, welcher flach und blechern klingen soll und welcher sich in die Unendlichkeit erstreckt.

Höhepunkt dieser Entwicklung ist der sechste Track, „Foreign“, in dem Synthetisches und Naturalistisches verschwimmen. Minimalistisch baut sich der Track zu dem fehlerhaften Feuerwerk auf, das „Avalanche“ seine Urkraft verleiht.

Tusks fühlt sich an wie eine Band, die schon seit langem nur noch Musik für sich selbst macht. Stattdessen ist’s eine Künstlerin, die noch nicht allzu lange Musik für sich selbst macht.

„Avalanche“ ist kontemporärster Pop. Wo andere Künstler*innen den Kompromiss zwischen akustischer Individualität und der großen Geste suchen, wo Übersteuerung vermieden wird, um die Pop-Qualitäten der Musik nicht einzuschränken, trifft Tusks eine Entscheidung.

Sie entscheidet sich für beides und so bewusst für den Kontrast in ihrer Musik. In der Selbstverständlichkeit, die sie im Umgang damit an den Tag legt, schaffen es dann alle möglichen Genres ihre Spuren auf „Avalanche“ zu hinterlassen.

Im Endeffekt macht Tusks damit genau das, was jeder momentan versucht, in jeder Kulturbranche und in der Gesellschaft: Zukunftsmusik voller Referenzen. Hier funktioniert’s.

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