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Kaiser Chiefs – Duck

Eines muss man den Kaiser Chiefs definitiv lassen: Sie gehören nicht nur zu den eher bekannteren Indie-Bands der frühen und mittleren 2000ern, sondern sie schlagen sich immer noch durch.

Ob nun mit Ricky Wilsons Teilnahme als Juror in TV-Castingshows, mit Wiederauflebungen der Hits „Ruby“, „I Predict A Riot“ und „Oh My God“ oder durch neue Veröffentlichungen – irgendwie haben sie nach wie vor eine Berechtigung.

Seit dem Debütalbum „Employment“ hat sich auch in der musikalischen Entwicklung der Band einiges getan. Beispielsweise die Öffnung für neue Sounds, die im gitarrengeprägten 2005 so fast noch gar nicht denkbar waren, wie etwa verspielte Synthie-Töne.

Nachdem das zuletzt veröffentlichte „Stay Together“ kläglich beim Versuch von Elektro-Pop scheiterte, legen die Kaiser Chiefs mit „Duck“ allerdings wieder Rocktöne nach.

Das siebte Album der Band aus Leeds könnte nicht deutlicher an die hitlastigen Indie-Wurzeln erinnern. Schon der Opener „People Know How To Love One Another“ marschiert mit strammen Drums-Sounds gerade zu durch, während Wilson den Songtitel mehrfach wiederholt und schließlich Gitarren einsetzen. Catchy Melodien können so einfach sein. Auch in den Strophen schwappt die Geradlinigkeit des Songs kaum ab.

„Golden Oldies“ ist da schon eher etwas für die gemütliche Schunkel-Fraktion, kann aber mit einer ganz ähnlichen Instrument-Aufstellung überzeugen. „The Only One“ geht stattdessen noch einmal richtig in die Vollen und vermischt verspielte Elektro-Töne mit einem energischem Rock-Refrain.

Eine Kombination, die der Band bei „Electric Heart“ wiederum nur holprig gelingt. Besonders kurios und gleichzeitig packend kommt allerdings „Nothern Holiday“ daher, welches schon fast in die Schlager-Kerbe haut.

Aber reicht das, um mit Indie-Rock zu überleben, obwohl dieser seine besten Zeiten entweder schon hinter oder ausgerechnet noch vor sich hat? Für die Kaiser Chiefs scheinbar ja. Und auch mit ihren früheren Werken kann „Duck“ sich durchaus messen, falls das überhaupt so gewollt ist.

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