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Kaiser Chiefs – Kaiser Chiefs’ Easy Eighth Album

Ob die Kaiser Chiefs sich für den Titel „Kaiser Chiefs’ Easy Eighth Album“ schon vor der Entstehung entschieden haben, damit sich die Arbeit an der Platte so als selbsterfüllende Prophezeiung super easy erledigt?

Wenn man sich das achte Studioalben der Brit-Rock-Ikonen so anhört, dann entwickelt sich schnell eine andere Theorie, denn hinsichtlich des Sounds wurden von Amir Amor, der auch schon bei Ed Sheeran oder Sam Smith die Hochglanzpolitur aufgetragen hat, jegliche potenziellen Kanten wegproduziert.

Hier ecken die Zuhörer*innen also garantiert nirgends an, sondern können sich mit leicht verdaulichen Häppchen zwischen zwei und dreieinhalb Minuten einfach in den Mainstream befördern lassen.

Schon der stampfende Opener „Feeling Alright“ hört sich so viel euphorischer an, als der Titel vermuten lässt. Zu den Achtziger-Jahre-Gitarren und Synthieeinwürfen schwingen sich die Hüften wie von selbst rhythmisch im Takt. „Got you dancing all night / The rest is up to you“ säuselt Ricky Wilson dann in der Bridge kurz vor Ende in schönster Kopfstimme und wer könnte da schon widerstehen.

Sowieso scheint das Tanzen auf „Kaiser Chiefs’ Easy Eighth Album“ eine große Rolle zu spielen. „I put away anxiety / I just stopped thinking about it (…) tonight I’m gonna teach you how to dance, dance, dance”, heißt es zwei Songs später in der diskoreifen Nummer „How 2 Dance“, bei der das letzte „Dance“ mit jeder Menge Echo und Nachdruck im luftleeren Raum verhallt. Wenn es wirklich so einfach wäre, ginge es uns allen besser.

In „Beautiful Girl“ lassen die Kaiser Chiefs ihre Wurzeln nochmal aufleben und bereichern sie mit ein paar Auto-Tune-Spielereien.

Zum Abschluss verrät das Quintett mit nostalgischen Klängen von „The Lads“ wahrscheinlich das Geheimnis, warum sie im Vergleich zu vieler ihren damaligen Weggefährten, immer noch zusammen Musik machen: „We will always be there for our friends / We’re the lads“.

Auch wenn die Kaiser Chiefs sich im zweiten Song mit „Tonight I promise we gon‘ start a riot“ noch selbst zitieren, klingt „Kaiser Chiefs’ Easy Eighth Album“ so gar nicht mehr nach Aufstand. Es sei denn, man empfindet Ausdruckstanz auf der Tanzfläche als Rebellion.

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