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Of Monsters And Men – Fever Dream

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Wenn der erste Hit unangefochten der größte ist, dann fällt es oft schwer anzuknüpfen. Eine Tatsache, die Of Monsters And Men sicher sehr bekannt vorkommt.

Mit „Little Talks“ eroberten die Isländer 2011 sozusagen die ganze Welt. Nicht nur in Island war der Song wochenlang auf Platz 1 der Charts.

Auch aus dem deutschen Radioprogramm war die folkige Nummer monatelang – und bis heute – nicht wegzudenken. Sogar bis in die US-amerikanischen Billboard Charts katapultierte „Little Talks“ die Isländer.

Noch immer ist „Don’t listen to a word I say. Hey!“ die erste Assoziation, wenn man an Of Monsters And Men denkt.

Dabei ist es gar nicht so, als seien die Isländer seit 2011 untätig gewesen. Mit „Beneath The Skin“ erschien 2015 der Nachfolger des Debüts „My Head Is An Animal“.

Zufolge der meisten Kritiker wurde die Klippe des schwierigen, zweiten Albums, an dem so viele junge Bands zerschellen, erfolgreich umschifft.

Aber trotzdem hat sich nichts von „Beneath The Skin“ auch nur ansatzweise so sehr im Trommelfell festgesetzt wie eben dieser allererste Hit von damals. Wird sich das mit „Fever Dream“ ändern? Wahrscheinlich nicht.

Obwohl der Opener und Vorab-Single „Alligator“ eine gute Kampfansage ist. Zu wummernden Gitarren, Schellenkranz und wuchtigen Drums spukt Nanna Bryndís Hilmarsdóttir ein energetisches „Ha!“ ins Mikro und klingt dabei wie die kleine Schwester von Florence + The Machine, was mit den Zeilen „Shake It Out“ im Refrain nicht nur den parallelen Lyrics zu verdanken ist.

Aber der erste Schein trügt. Bereits der zweite Song „Ahay“ schaltet eine ganze Nummer zurück und fährt mit Höchstgeschwindigkeit Richtung schmalziger Schmuse-Pop. Engtanz-Tempo, jede Menge Hall, hochgepitchte Backings, Klavier und programmierte Beat-Schnipsel.

Dabei können Of Monsters And Men sowas doch viel spannender, wie sie mit „Waiting For The Snow“ gleich zwei Nummern später beweisen. Schüchterne Klavier-Akkorde und Nanna Bryndís Hilmarsdóttir Stimme – viel mehr braucht man doch eigentlich gar nicht.

Dazu die Kalibrierung auf die Jetzt-Zeit mit ein bisschen Auto-Tune und Sound-Kollagen, die so auch auf der letzten Bon-Iver-Platte hätten landen können.

Die meistern Nummern auf „Fever Dream“ glänzen allerdings vor allem als epische Dramen. Wie schon beim letzten Album ist auch bei Platte Nummer drei wieder Rich Costey als Co-Produzent mit von der Partie, der auch schon bei Muse oder Chvrches gerne für eine gehörige Portion Bombast sorgte.

Das macht die meisten Songs von „Fever Dream“ bereits nach den ersten Sekunden vorhersehbar und beraubt einem der Spannung. Wen das nicht stört, der kann zu den 11 Songs beherzt mitklatschen oder ihrer Melancholie frönen.

Alle anderen werden bedauern, dass nicht mehr Songs im Format von „Waiting For The Snow“ gewagt wurden.

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