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Barns Courtney – 404

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Wer vermisst sie nicht, die unheimlichen Schmierseifen-Opern der ausklingenden 90er, die sich weit ins neue Jahrtausend zogen. Das sterbende Musikfernsehen, das seine Kernfunktion aufgab und lieber mit „Dismissed“ in Konkurrenz zur Oberflächilichkeit trat – und verdientermaßen unterging.

Barns Courtney erinnert mit den Mitteln aus 2019 unfreiwillig an das, was es zu vergessen galt. An die bald darauf zelebrierten 90er Partys, auf denen man halbironisch und gut betankt die ganze Grütze eines zweischneidigen Jahrzehnts abfeiert, aber nur selten einen der zahlreichen herausragenden Songs jener Ära zu hören bekommt.

„There ain’t no love for a boy like me“ singt der Brite jetzt, wie in einer schlechten Vorahnung. Und weiß Gott, er macht es einem unmöglich.

Man konnte ihn mit seinem überkandidelten Folk-Blues-Pop schon auf seinem Debüt „The Attractions Of Youth“ unausstehlich finden. „Glitter And Gold“ war ein Hit zum Abgewöhnen, aber dennoch keine ausreichende Vorbereitung auf das Funktions-Bum-Bum seiner Zweiten.

Wer hat Courtney eigentlich geflüstert, es könnte fesh sein, die Kings Of Leon noch weiter aufzublasen und das bescheuerte Safri Duo dazu zu mischen? In Songs wie „Master“ oder „Boy Like Me“ versucht er sich kurz am glühenden Eisen von Caleb Followill, bis nur noch eine Flachzange bleibt.

Wer hat ihn dazu angestiftet, jedem Song möglichst viele, prätentiös-bombastische Öh-Öhs und Ah-Ahs unterzujubeln? Am Ende wäre bei der Ideenflut sonst womöglich noch ein Chorus herausgesprungen. Das galt es wohl zu vermeiden, und darauf erstmal ein „Yeah Yeah Yeah“.

Wer hat ihm vorgegaukelt, dass kreuzdämliche Techno-Sounds und totkomprimierte Drums für Helene-Fischer-Weihnachtsalben irgendeinen Mehrwert hätten? Wie hieß das noch gleich im Schattenreich der 90er? „Life of plastic, It’s fantastic“.

Courtney sollte dringend seine Berater wechseln. Denn das Treffendste an diesem Album ist der Error im Titel. Und was für einer.

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