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Devendra Banhart – Ma

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Körperbehaarung dient der Feinfühligkeit – und wirkt doch paradox. Denn der Typ mit dem größten Fell steht nicht im Verdacht, der Typ mit den empfindlichsten Sinnen zu sein. Bei Devendra Banhart trifft die Gleichung aus dem Biologie-Unterricht tatsächlich auf freigeistige Ohren.

Der haarige Barde komponiert auf „Ma“ zärtlichsten Feingeist-Pop, der den Hypothalamus streichelt und sich über die Weltmusik träufelt. Damit verabschiedet sich Banhart mehr denn je vom Freak-Folk seiner Anfangstage. Freaky sind noch immer seine Videos, hochsensibel indes die Songs.

Die antrainierte Geschmackssicherheit hat der gebürtige Venezolaner bereits als Kurator der Compilation „The Golden Apples Of The Sun“ unterstrichen, worauf er Detailkünstler wie Joanna Newsom, Antony And The Johnsons und CocoRosie zusammenbrachte.

Auf sein eigenes Schaffen angewendet, schillert die Tugend dieser Individualisten in mystischen Space-Folk-Farben, („The Last Coast“), in kaleidoskopischen Sounds, die sich immer wieder neu zusammensetzen.

Wo Streicher, Pianos und Harfen auch die hintersten Winkel mit feinem Säuseln ausleuchten, thematisiert Banhart die bedingungslose Natur mütterlicher Liebe. In Songs wie „Abre Las Manos“ oder „October 12“ gleitet er dann folgerichtig ins Spanische, seine Muttersprache, ab.

Im Ansatz puristisch, im Detail geradezu weltmännisch, garniert er die Songs mit der Vielfalt seines weichgezeichneten Timbres. Das Storytelling eines Lou Reed geht ihm genauso von den Lippen („Kantori Ongaku“) wie der dunkel-folkige Samthandschuh von Leonard Cohen („Memorial“).

Wirklich haarig ist bei diesem großen Ohrenkino allerhöchstens die Fülle rhetorischer Fragen, die sich Banhart zu Beginn stellt und meist direkt selbst beantwortet. Zu einer davon darf es aber definitiv nur eine Antwort geben:

„Is This Nice, Do You Like It?“, möchte er wissen. Unbedingt!

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