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PeterLicht – Live im GeyserHaus, Leipzig

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Tiefgang und Nonsens zu verbinden schaffen wenige. Helge Schneider zweifelsohne. PeterLicht aus dessen Kölner Nachbarschaft auch.

Der künstlerisch breit aufgestellte Meinrad Jungblut ist singender Philosoph, der die Unmöglichkeit, das Individuum in Kontext zu gesellschaftspolitischen Irrungen und Wirrungen zu setzen, ohne dabei das Universum anzuhalten, kultiviert hat.

Das „Sonnendeck“, inhaltlich eher unkompliziert, zu seinem „Satisfaction“ wurde, ist dessen Ohrwurmqualitäten geschuldet, selbstverständlich wurde am gestrigen Samstagabend der Hit (zu einer grandiosen Choreografie der beiden Protagonisten) geliefert, zusammen mit dem „Lied Vom Ende Des Kapitalismus“, dem „Trennungslied“ und weiteren Gassenhauern.

Dem wollten allerdings recht wenig Besucher vor der Parkbühne des GeyserHauses beiwohnen, als kurz nach 20:00 Uhr der, lange Zeit nur als sprechender Bürostuhl in Erscheinung Getretene, gemeinsam mit Benedikt Filleböck vor den dadaistisch bemalten Vorhang tritt und „Die Nacht“ anstimmt, ist noch reichlich Beinfreiheit vorhanden.

Mit unter anderem „Es Bleibt Uns Der Wind (Du Bist Richtig Hier)“ bleibt der erste Lied-Block verhalten, bis mit „Candy Käsemann“ und „Menschen“ weitere Stücke vom aktuellen Album folgen.

Was PeterLicht mit seinem Gitarrenaufgebot und sein multitaskender Kollegen parallel mit Keyboard, Schlagzeug und Trompete nicht an Tönen generieren können, kommt aus der Konserve, werden die Stücke variabel vom Original vorgetragen.

PeterLicht ist nun auf Arbeitstemperatur, tanzt wie der Alltime-Staffelsieger von „Lets Dance“, trägt autotune-gepitcht das „Umentscheidungslied“ vor, um währenddessen persönlich Textblätter im Publikum (in der längst geschlossenen Leipziger Skala, erfolgte dies dereinst noch im Stapelwurfverfahren) zu verteilen.

Das anschließende, gemeinsames Singen zur Melodie von „ Die Internationale“ ist nicht nur symbolisch ein starkes Ausdrucksmittel, sondern hat darüber hinaus den Vorteil, dass es dem Chor vor der Bühne angesichts der präherbstlichen Kühle warm ums Herz wird, was den Titel „Emotionale – Hört Die Signale!“ mehr als rechtfertigt.

Für die Mitwirkenden gibt es beim „Benimmunterricht (der Arbeitgeberpräsident)“ später noch einmal  Gelegenheit zur Stimmbandakrobatik, das „Kontolied“ klingt wie dessen Mambo-Kurt-Version.

So gemächlich wie der „Safarinachmittag“ vor sich hin plätschert, so schnell die Sprechgeschwindigkeit von „Gerader Weg“, womit sich PeterLicht jeder Battle mit einem MC stellen könnte.

Abgang, aber die Anwesenden wissen längst, dass „erst wenn der letzte Chip gegessen ist“ die Welt sehen wird, „dass man Chips nicht essen kann“. Klar, dass erst, wenn das letzte Lied gesungen ist, das Konzert zu Ende ist.

Also bittet man das Duo abermals nach vorn, bekommt auf diesen Weg noch „An Meine Freunde Vom Leidenden Leben“ gespielt und via „Wettentspannen“ eine Anekdote aus dem Bühnenleben des PeterLicht erzählt, wirksam als Lebenshilfe im Souveränen mit unglücklich entstanden Situationen.

Am Schluss bleibt ein „Offenes Ende“, aber die Gewissheit: „Wir werden siegen“. Jedenfalls, wenn ein solcher Soundtrack zur Verfügung steht.

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