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Das ist emotional eine große Veränderung – Anna Of The North im Interview

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Mit einer zuckersüßen Mixtur aus breitgefächerten Dream-Pop-Sounds und lieblichen Gesängen markierte Anna Lotterud aka Anna Of The North im Spätsommer des Jahres 2017 ihren Karriere-Startschuss. Zwei Jahre später legt die norwegische Singer/Songwriterin mit dem zarten Organ nun mit ihrem Zweitwerk „Dream Girl“ nach. Wir trafen die Sängerin zum Interview und sprachen über neue Solo-Pfade, die Magie des Songwritings und den Traum aller Träume.

MusikBlog: Anna, während der Arbeiten an deinem ersten Album musstest du eine Trennung verarbeiten. Auf dem Cover deines neuen Albums prangt nun der Titel „Dream Girl“. Hat da jemand vor zwei Jahren irgendwas nicht mitbekommen?

Anna Of The North: (lacht) Der neue Albumtitel hat keinen direkten Bezug zur Vergangenheit. „Dream Girl“ bezieht sich eher auf den Umgang mit sich selbst in einer Welt voller Erwartungen und festgefahrenen Bildern. Als ich den Song schrieb, war mir noch gar nicht klar, dass der Titel auch perfekt zum Album passen würde. Das kam erst später, als alles fertig war, und ich merkte, dass der Song so ziemlich alles beinhaltete, was das Album musikalisch und inhaltlich für mich ausmacht. Es ist ein sehr selbstbewusster Song über die Ecken und Kanten des Daseins, in einer Welt, in der alles nach Perfektion strebt.

MusikBlog: Das erste Album entstand noch gemeinsam mit deinem Produzenten-Buddy Brady Daniell-Smith. Diesmal hast du alles im Alleingang unter Dach und Fach gebracht. Wie kam es zu der personellen Veränderung?

Anna Of The North: Manchmal ist es einfach so. Man lernt sich kennen, arbeitet zusammen und hat eine tolle Zeit. Irgendwann merkt man dann aber, dass die musikalischen Vorstellungen vielleicht doch nicht ganz so zusammen passen, wie man dachte. Und dann geht man halt getrennte Wege. Das ist aber auch völlig ok so.

MusikBlog: Wieviel Anna Of The North von einst steckt noch im Hier und Jetzt?

Anna Of The North: Nun, die Basis ist sicherlich erhalten geblieben. Da sind noch meine Stimme und das musikalische Fundament, das sich jetzt nicht großartig verändert hat. Aber es ist schon auch ein Neuanfang für mich. „Dream Girl“ ist nur noch mein Baby. Wenn sich jemand mit dem Album beschäftigt, dann beschäftigt er sich nur noch mit mir. Es gab keine halben Sachen und keine Kompromisse mehr. Da waren einzig und allein meine Texte und meine Vorstellung, wie man diese in ein musikalisches Gewand steckt, das richtig gut passt. Das ist auf der emotionalen Ebene dann doch schon eine ziemlich große Veränderung.

MusikBlog: Ist dir die Umstellung schwer gefallen?

Anna Of The North: Natürlich ist man zuerst ein bisschen verunsichert. Man will es im Alleingang natürlich besonders gut machen. Aber diese Unsicherheit wandelt sich auch schnell in Energie um. Das hört man, denke ich, auch gut raus. Das neue Album klingt als Ganzes viel positiver als „Lovers“.

MusikBlog: Stand dir da inspirationstechnisch jemand Besonderes zur Seite?

Anna Of The North: Eigentlich habe ich mich primär auf mein Bauchgefühl verlassen. Aber man saugt natürlich auch immer mal wieder Sachen auf, die man irgendwo hört und gut findet. Ich denke, das lässt sich gar nicht komplett ausschließen. Ich habe beispielsweise in der letzten Zeit unheimlich viel The Japanese House gehört. Vielleicht hört man das auch ein bisschen raus.

MusikBlog: Ist das Songwriting, der Prozess, wenn du etwas Neues kreierst, die spannendste Zeit für dich?

Anna Of The North: Absolut. Für mich gibt es nichts Schöneres. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Aber vorher ist da nichts. Vielleicht ein weißes Blatt Papier und die vage Vorstellung einer Melodie. Und daraus entsteht dann irgendwann ein kompletter Song, der einen ganz bestimmten Moment des Lebens einfängt. Das ist schon etwas ganz Besonderes. Ich weiß nicht, aber mein Ziel ist es, so viele Songs wie nur möglich zu schreiben. Auch wenn ich am Ende nur zehn Prozent davon veröffentliche. Aber ich liebe und brauche diesen Prozess.

MusikBlog: Was passiert mit den 90 Prozent, die nicht veröffentlicht werden?

Anna Of The North: Die hebe ich einfach auf. Dropbox ist schon ne tolle Sache. (lacht)

MusikBlog: Du hast seit deinem Debütalbum schon unheimlich viel erreicht. Sticht ein besonderes Highlight hervor?

Anna Of The North: Ach, ich weiß nicht. Ich bin unheimlich dankbar für jeden Tag in diesem Business. Ich habe das Gefühl, ich lebe einen Traum. Das klingt vielleicht ein bisschen kitschig. Aber es ist wirklich so. Musik ist mein Leben.

MusikBlog: In diesem Traum spielte auch schon mal ein gewisser Tyler, The Creator eine Rolle.

Anna Of The North: Ja, die Zusammenarbeit mit Tyler war natürlich eine Riesensache. Das hat alles nochmal auf ein neues Level gehievt. Aber auch die vielen Konzerte bringen mich immer weiter. Wenn du irgendwo in einer fremden Stadt vor fremden Leuten stehst, und alle deine Songtexte mitsingen, dann ist das schon ziemlich krass. Wie gesagt, ich bin wirklich dankbar für jeden einzelnen Moment.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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