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Dillon – Live in der Laeiszhalle, Hamburg

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Dominique Dillon de Byington, aka Dillon. Mit Begleitung im bestuhlten Theater. Mit Chor im Kampnagel. Tanzbar im Mojo. Plattenpremiere in der Elphi. Jetzt Solo mit Piano im kleinen Saal der Laeiszhalle. Jedesmal anders und doch gleich.

Mittig auf der Bühne ein Konzertpiano, daneben ein Tisch mit viel Elektronik. S S S S startet in den Abend. Mit Samuel Savenberg alias S S S S hat Dillon ihre letzte EP „When Breathing Feels Like Drowning“ zusammen gemacht.

Knarzige Elektronik. Samples. AmbientNoise. Immer weniger Ambient. Rhythmus, ausgewachsene IndustrialSoundscapes.

Später, alleine auf der Bühne, wird Dillon sagen, ihre Arbeit an der EP war wie hier. Getrennt. „Wir haben auch schon zusammen gespielt. Ich fand es aber reizvoll, das nicht mehr zu machen.“

Pause, Licht aus. Dillon betritt die Bühne. Kein Gruß, direkt an die Tasten. „Precious“ übergehend in „RIP Beth“ von der EP machen den Anfang. Das Klavier sehr klar. Ihre Stimme steht vibrierend im Raum. Subtil aber konsequent schiebt sich elektronisches Basswummern darunter. Solo Ja, akustisch Nein.

Unprätentiösere Bühnenpräsentation ist nicht möglich. Weite Schlabberhose, oversized Sweater voll umgedrehter Pentagramme. Black Sabbath lässt grüßen. 90% der Publikums haben aufwändigere Frisuren. Einzige Konstante – die roten Stiefel.

„From One To Six Hundred Kilometers“. Wirklich akustisch. Über die Jahre gereift und perfektioniert. Alleine die Stimme transportiert den subtilen Druck, kein Beat von Nöten.

„The Unknown“ wiederum durch tiefes Wummern unterstützt. Tiefe, bedrohliche Stimmung von unten.

„This Silence Kills“ komplett ausgefüllt durch ihre überschlagend vibrierende Stimme. Charakteristisch. Das langgezogene „Mmmmhhmmmmhhh“ intensiv, leidend gepresst. Starke Emotionen transportiert.

„Te Procuro“ klingt fast besser als die Handy-Aufnahme von der Platte. So geht es weiter mit meist älteren Stücken.

„Wollt Ihr ‚Tip Tapping‘ zusammen mit mir singen?“. Fast unhörbar gehaucht. Eine weitere Konstante neben „Thirteen Thirtyfive“, alle kennen den Drill. Dillon schleicht dabei ohne Micro durch den Saal. Das Publikum übernimmt den repetitiven Hintergrund-Chor.

Genau nach einer Stunde verschwindet sie mit einem kurzem gehauchten „Vielen Dank“. Zwei Zugaben, „Dissolve“ beendet den Abend ohne Piano.

Genau die Dillon, die vor acht Jahren mit ihrem Debütalbum fasziniert hat. Minimalistisch auf den Punkt konzentriert. Überragende Stimme, Piano, Beat. Mehr braucht die Musik nicht.

Aber richtig überspringen wollte der Funke nicht. Höflicher, starker Applaus, immer intensiver gegen Ende. Gesamtstimmung jedoch bis zum Schluss distanziert.

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