Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

zehn − drei =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

LIFE – Live in der Kranhalle, München

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

“Hi. We are LIFE from Hull. We are LIFE from the UK”.

Mit diesen Worten startete gestern Abend in der Münchner Kranhalle ein nicht ganz ausverkauftes, aber dennoch spannendes Konzert.

LIFE, die vierköpfige Post-Band bestehend aus Mez Sanders-Green, Gitarrist Mick Sanders, Schlagzeuger Stew Baxter und der neuen Bassistin Lydia Palmeira, lieferten von der ersten Sekunde an eine sehr energiereiche Show.

Schon beim Opener “Excites Me” brannte die Luft auf der Bühne. Frontmann Mez Sanders-Green sprang mit einem Todesblick über die Bühne während der Rest der Band nicht minder den Abend einläutete.

“It excites me, excites me. It excites me, excites me” schallte es von der Bühne. Und das Publikum? Das erwiderte lautstark jedesmal den Refrain des Songs.

Erst Mitte September veröffentlichten LIFE ihr neues Album “A Picture Of Good Health”. Auf diesem verarbeiten sie nicht nur die aktuellen politischen Themen der heutigen Zeit, sondern legen auch ihre eigene Seite des Lebens offen.

Beim zweiten Song des gestrigen Abends “Good Health” wurde dies deutlich. Mit voller Bitterkeit klagte Sänger Mez Sanders-Green mit drängenden Basslines und Drums über die Leere nach dem Verlassenwerden:

„And it feels like your life must mean something / But it points to nothing“. Und während der erste Chorus noch lief, wurde Mez Sanders-Green verlassen – von seiner Bassistin Lydia Palmeira, die kurzerhand von der Bühne sprang und inmitten des Publikums weiter spielte, was der Sänger humorvoll mit “It fucking happens” kommentierte.

Die Gebrüder Sanders wuchsen im Punk der 70er Jahre in einer “ganz linken Hippie-Familie” auf. Dadurch ist es nicht verwunderlich, dass ihre Erziehung sich auch in ihrer Musik widerspiegelt.

Songs wie “Grown Up” oder “Never Love Again” spiegeln die turbulenten, aber zugleich tristen Zeiten des Aufwachsens im britischen kleinöd Hull wieder.

Auf der Bühne sah das natürlich komplett anders aus – von Tristesse konnte keine Rede sein. Gitarrist Mick Sanders nutze fast jede Gelegenheit, mit seiner Gitarre ins Publikum zu springen, um dort die Songs zu performen. Dass dabei niemand zu Schaden kam ist wahrscheinlich dem Zufall zu verdanken.

Mit “I wrote the next song for my son. He is a good boy!”, leitete Mez Sanders-Green den nächsten Song ein. “Half Pint Fatherhood”, auch auf dem neuen Album “A Picture Of Good Health”, schließt sich inhaltlich fast an “Grown Up” oder “Never Love Again” an, aber zeigt mehr die mentale Gratwanderung als alleinerziehender Vater.

In bester Ian-Curtis-Manier schrie Sänger Mez Sanders-Green Richtung Publikum und wurde tatkräftig von seinem Bruder unterstützt. Auch die Fans in der Kranhalle machten ordentlich mit und ließen die Temperatur nach oben schnellen.

Aber auch Songs vom Debütalbum “Popular Music” gab es zu hören. Neben “In Your Hands” und “Ba Ba Ba” erfreuten sich viele besonders über “Euromillions”.

“The next song is about Donald Trump. Fuck Trump! Fuck Brexit!”, mit diesen Worten leiteten die vier Briten “Euromillions” ein. Noch bevor der Song startete, sprang Sänger Mez Sanders-Green samt Mikrofonständer von der Bühne und positionierte sich im Publikum.

Kaum als der erste Takt zu Ende war, griff Sanders-Green nach seinem Mikro und wirbelte es inklusive Ständer wild durch den Raum und bildete seinen eigenen kleinen Mosh Pit. Auch das Publikum machte etwas mit, doch so richtig wollte sich niemand den wirbelnden Metallständer entgegenstellen.

Zum Schluss wurde es noch schneller, noch warmer. Mit “Moral Fibre” und “Popular Music” kamen zwei schnelle und beliebte Songs von LIFE auf Setlist.

Spätestens jetzt stand niemand mehr still auf seinen Füßen. Das danach schweißtreibend nach einer Zugabe gerufen wurde, freute die vier Musiker aus Hull und sie kamen nach einer kleinen Erholungspause noch einmal für “Crawling” auf die Bühne.

LIFE machte am gestrigen Abend deutlich, dass es auch Menschen im tiefsten britischen Niemandsland gibt, die mit der politischen Situation nicht einverstanden sind. Dennoch – die Musik auf der Insel ist nicht tot. LIFE IS LIFE.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.