Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

zwanzig − drei =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Das war ein sehr berührender Moment – Jack Peñate im Interview

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Zehn lange Jahre mussten Fans von Jack Peñate auf ein neues Studio-Lebenszeichen ihres Helden warten. Nun ist es endlich so weit. Jack Peñate ist wieder zurück. Und mit im Gepäck hat der britische Singer-Songwriter sein drittes Album „After You„. Wir trafen den Sänger zum Interview und sprachen über Comeback-Gefühle, wohlerzogene Menschen und den Moment, der alles ins Rollen brachte.

MusikBlog: Jack, die Frage liegt auf der Hand: Wie fühlt es sich an, nach zehn Jahren endlich wieder mit einem neuen Studioalbum am Start zu sein?

Jack Peñate: Ich weiß nicht. Mir fehlen dafür die Worte. Es ist unglaublich. Ich fühle mich gerade, als würde ich auf einer Wolke schweben. Alles ist so extrem aufregend.

MusikBlog: Wenn sich doch alles so toll anfühlt, warum hast du so lange drauf verzichtet?

Jack Peñate: Das ist eine gute Frage. (lacht) Ich war einfach lange nicht bereit. Die letzten zehn Jahre waren für mich eine Zeit des Lernens. Ich wollte das Maximum aus mir und meinen Fähigkeiten rausholen. Das war mein Antrieb. Ich wollte als Songwriter und Produzent reifen.

MusikBlog: Gab es während dieser Zeit auch Momente, in denen du das große Ganze hinterfragt hast?

Jack Peñate: Ich weiß, dass sich zehn Jahre extrem lang anhören. Und natürlich ist das auch eine verdammt lange Zeit. Man könnte als Außenstehender denken, ich wäre von einer Schreibblockade in die nächste gestolpert. Aber so war es nicht. Mir ist das Schreiben und Produzieren von Musik nie wirklich schwer gefallen. Es war aber so, dass ich immer irgendwie das Gefühl hatte, es könnte noch besser gehen. Naja, und so zogen die Jahre dann halt ins Land. (lacht)

MusikBlog: Der Moment, in dem sich das Warte-Kapitel schloss: Wie war der?

Jack Peñate: Der war großartig. (lacht)

MusikBlog: Hast du ihn alleine genossen?

Jack Peñate: Nein, ich habe ihn mit einem befreundeten Produzenten-Kollegen namens Inflo geteilt. Das war vor ungefähr drei Jahren. Paul Epworth hat damals den Kontakt hergestellt. Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Zeit. Wir schrieben den Song „Prayer“ zusammen. Danach hatte ich das Gefühl, als hätte sich eine unsichtbare Tür geöffnet. Ich war so happy mit dem Ergebnis. Und ich wusste sofort: Das ist der Startpunkt. Das ist der perfekte Album-Opener. Danach kam der ganze Prozess ins Rollen.

MusikBlog: Welche Geschichte steckt hinter dem Albumtitel?

Jack Peñate: Oh, eine ziemlich komische. Ich war auf dem Weg zu einem Meeting, bei dem es auch um den Albumtitel gehen sollte. Ich hatte zu der Zeit aber noch keine Idee, und war ziemlich nervös. Kurz bevor ich das Gebäude betrat, in dem das Meeting stattfinden sollte, sah ich einen jungen Mann, der einer älteren Dame die Tür aufhielt. Und zwar mit den Worten: „After You!“ Das war irgendwie ein sehr berührender Moment, der mich nicht mehr losließ. Mir war klar: Das ist der perfekte Albumtitel.

MusikBlog: Steckt hinter der Soundfindung eine ähnlich außergewöhnliche Geschichte?

Jack Peñate: Das war eher ein Prozess. Ich wollte schon immer mal ein Album angehen, auf dem es keine musikalischen Grenzen gibt. Lange Zeit fehlten mir dafür aber die Mittel. Diesmal war es aber so weit. Ich konnte endlich aus dem Vollen schöpfen. Psychedelic-Folk, R’n’B, Acid-House und Singer-Songwriter-Pop: In „After You“ steckt alles drin.

MusikBlog: Gospel nicht zu vergessen.

Jack Peñate: (lacht) Gospel nicht zu vergessen.

MusikBlog: Hattest du in puncto Inspiration bestimmte Bands oder Künstler auf dem Schirm?

Jack Peñate: Ich bin jemand, der Musik förmlich aufsaugt. Ich höre permanent Musik. Ich lasse mich also zwangsläufig auch beeinflussen. Aber ich bin auch so gestrickt, dass ich irgendwann komplett dicht mache. Wenn ich weiß, dass ich etwas eigenes kreieren will, dann brauche ich eine Phase der kompletten Abstinenz. Ich höre dann wochenlang keine Musik, konzentriere mich nur auf mich und verlasse mich beim Schreiben nur auf mein Bauchgefühl. So arbeite ich eigentlich immer. Das war diesmal nicht anders.

MusikBlog: Wie schwer fällt dir diese abrupte Veränderung?

Jack Peñate: Das kostet schon Überwindung. Wie gesagt, ich bin ein Mensch, der sehr, sehr gerne Musik hört. Wenn man sich dann plötzlich selbst in Ketten legt, ist das schon nicht so einfach.

MusikBlog: Erinnerst du dich noch an den Moment, in dem dich die Musik das erste Mal in deinem Leben so richtig in ihren Bann zog?

Jack Peñate: Das ist schon ziemlich lange her. Aber ich erinnere mich noch ganz genau. Ich war noch ein Kind, und saß mit meiner Mutter im Auto. Im Radio lief ein Song von Aretha Franklin. Das war der Augenblick, der alles veränderte. Ich fragte mich, wie man mit seiner Stimme so viele verschiedene Gefühle transportieren kann. Ich hörte ganz gebannt zu und pendelte permanent zwischen Euphorie und einer tiefen Traurigkeit hin und her. Das war mein erster Kontakt zur Musik – ein unvergesslicher.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.