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Bohren Und Der Club Of Gore – Patchouli Blue

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Lange bevor „Entschleunigung“ hip und die gestresste urbane Bevölkerung in Kolonnen feinstaubschleudernder Kleinbusse zu diesem Zweck in die Wälder fuhr, komponierten vier Männer aus Mülheim eine ganz andere Art, die Diesseitigkeit auszubremsen.

Bohren & Der Club Of Gore, in den beginnenden Neunzigern einer Metal-Combo entwachsen, kultivieren seit Jahrzehnten instrumentale Klangkulissen für den Aufenthalt in dysphorischen Grauzonen, für die nicht enden wollenden Stunden der Einsamkeit, für das Flanieren auf regennassen Boulevards.

Im Back-Katalog, dessen Inhalt gleich der BPM-Zahl ihrer Stücke veröffentlicht wurde, finden sich u.a.  auf den frühen Platten die metallischen Reste ihres musikalischen Vorlebens, das 2000er Meisterstück „Sunset Mission“ und eine Kollaboration mit Mike Patton, alles zusammengefasst vor vier Jahren auf der Werkschau „Bohren Für Beginners“.

Morten Gass, Robin Rodenberg und Christoph Clöser mutieren mit „Patchouli Blue“ natürlich nicht zur Partykapelle, schreiben stoisch weiter am Roadtrip durch unausgesprochene Wünsche und vertane Chancen, definieren ihr exklusives Genre „Horror-Jazz“ weiter.

„Other Bands play, Bohren bore“- das an Manowar angelehnte Bandcredo prophezeiter Langeweile war immer relativ und „Total Falsch“ war es nie, wenn das Saxophon durch die Szenerie schlich und auch auf dem neuen, achten Studioalbum Dreh- und Angelpunkt sein wird.

Das zentrale Instrument versetzt auf diesem Weg den Opener über sieben Minuten lang in eine Melange aus Edward Hopper-Gemälden und noctambuler Rastlosigkeit, wird es sich im Plattenverlauf während des Zusammenspiels mit Bass und Jazzbesen auf den Drums partiell flächig-geschwungen präsentieren und so nicht nur für „Verwirrung am Strand“ sorgen.

Richtig hell wird es trotz dessen nie, staffiert „Patchouli Blue“ seine Geschichten, die auf „Glaub Mir Kein Wort“, „Sollen Es Doch Alle Wissen“ oder „Sag Mir, Wie Lang“ hören, mit lustvoller Melancholie und der Fügung in das Unabwendbare aus.

„Meine Welt Ist schön“. Trifft ganz sicher auf die von Bohren & Der Club Of Gore zu. Partizipieren werden davon auch diejenigen, die sich auf diese Art Musik einlassen lassen können.

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