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The Chap – Digital Technology

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Sind The Chap am Start sind Hörgewohnheiten beiseite zu legen und sich auf eine wundersame Reise durch die Soundideen der Experimentalisten einzulassen.

Einmal von ihrer Musik und den diskursfähigen Inhalten zu grundsätzlichen Fragen der Zeit in Beschlag genommen, fällt es schwer, dem kalkulierten Tumult der multi-europäischen Freidenker (die für ihr Zweitwerk „Ham“ eine „Album des Monats“-Erwähnung im Wire-Magazin einkassierten) zu widerstehen.

Das elektronische Frühwerk der Berlin-Londoner Kombo wandelte sich von Tonträger zu Tonträger mehr zu handwerklichen Klangerzeugern, mündete ihr Schaffen schließlich in einen progredienten Indie-Clash, der zuletzt mit „The Show Must Go“ die Bühne der „politischen Rockmusik“, Punk-Rock und Gitarrengekreisch inklusive, betrat.

„Digital Technology“, der siebte Treffer der Formation, verfolgt dato einen anderen Ansatz, stellt unsere Einflussnahme auf das Jetzt zur Disposition, anonymisiert das Individuum für den Blick auf den Selbstlauf technischer Entwicklungen.

„Bring Your Dolphin“ klärt eingangs zwar nicht völlig, wafür in diesem Kontext ein Meeressäuger nötig ist, führt dafür aber melodisch sanft in das Thema ein, bevor das rasende Ton-Bombardement von „Pea Shore“ antizipiert, wie es klingen könnte, wenn – der Grundidee der Platte folgend – Algorithmen mit Gefühlen Musik für den Menschen schreiben.

In diesem Sinn verorten Johannes von Weizsäcker und sein Kollektiv die Tracks in der Grauzone von Kalkulation und Randomisierung. „I Am The Emotion“ ergreift zügig Besitz vom Konsumenten, fährt „I Recomment You Do The Same“ (nahe an Underworlds „Moaner“) düsteres Endzeit-Gewummer auf, marschiert „Merch“ wie eine Troll-Armee in das vernetzte „Toothless Fuckface“.

Auch der temporäre Ausflug auf die organischen Wolken des Dream-Pop von „Hard“ kann den Eindruck nicht negieren, dass „Digital Technology“ ein reizvoller, wenn auch nicht undystopischer, Gruß aus der Zukunft bleibt – „Technology Won`t Save Us“ warnte Robin Proper-Sheppard nicht umsonst bereits vor Jahren.

„Help Mother“ konstatiert: „I am in a terrible place“. Der Aufenthalt auf diesem Album kann damit nicht gemeint sein.

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