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Buscabulla (Credit Mara Corsino)

Buscabulla – Regresa

Global-Pop hat fast immer diese globalen Entstehungsgeschichten, die uns daran erinnern, dass das ganze Reisen, die Großstädte und der Austausch auch positive Seiten haben kann.

Die beiden Puerto Ricaner Raquel Berríos und Luis Alfredo Del Valle zieht es unabhängig voneinander nach New York, lernen sich erst dort kennen und werden musikalische Partner.

Feinen Global-Indie-Pop könnte man die Musik des puerto-ricanischen Duos Buscabulla (Unruhestifter) nennen. Doch Unruhe wird hier keineswegs gestiftet.

Eher der Versuch, die coolen Beats und Sounds aus einer US-amerikanischen Großstadt mit der eigenen karibischen Musikidentität zu verbinden. Buscabullas Debütalbum „Regresa“ ist dabei Ergebnis einer Rückkehr.

Nach den verheerenden Zerstörungen durch den Wirbelsturm „Maria“ in Puerto Rico im Jahre 2017, entschieden sich beide zum gegenteiligen Schritt vieler Altersgenossen. Anstatt den zerstörten Inselstaat zu verlassen, kehrten Berríos und Del Valle in ihre Heimat zurück.

Unter dem emotional bewegten Eindruck vom Zustand ihrer Heimat entstand „Regresa“ in einem Studio vor Ort.

Vieles auf Buscabullos Debüt ist gefällig und geht gut ins Ohr. Ihr Pop spricht eine globale Sprache, auch wenn er Latino-eingefärbt ist, wofür schon die spanischen Lyrics von Sängerin Berríos sorgen.

Gute Songs, schöne Momente, es spricht wenig für Kritik am Debüt von „Regresa“. Außer eben, dass der große Augenblick, das Magische, das einen Song unwiderstehlich macht, hier kaum zum Tragen kommt.

Leise abgespielt, erzwingt keiner der Songs eine Erhöhung der Lautstärke, ein Hier-will-ich-nochmal-genauer-dranbleiben. Ein nicht untypischer Effekt auf einem Debütalbum. Nicht alles explodiert immer gleich sofort. Manchmal braucht eine Band auch Zeit.

Aufbauen können sie allemal auf diesem gefälligen Global-Pop-Debüt, das mehr Richtung westliche Musik-Charts-Kompatibilität schielt als zur regionalspezifischen Folklore. Da kommt womöglich noch Zwingenderes.

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