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Bei einer gehypten Band aussteigen und danach noch anderweitig, musikalisch aktiv bleiben ist nicht immer automatisch von Erfolg gekrönt. Im Fall von Robbie Williams mag es gut gegangen sein, manch anderer Musiker ist bei diesem Schritt allerdings auch schon in der Versenkung verschwunden.

Wie es Orlando Weeks ergehen wird, wird sich noch zeigen. Jahrelang stand er als Frontmann für die Indie-Band The Maccabees am Mikrofon. Nun ist für den 36-jährigen offenbar die Zeit für ein erstes Soloalbum gekommen.

Auf „A Quickening“ präsentiert Weeks zehn Songs, die einerseits an vergangene Indie-Tage erinnern, aber auch frischen Wind in seinen bisherigen Schaffensweg bringen. Über sein Debütalbum sagt der Songwriter, dass es überaus persönlich und voller „Schnappschüsse monumentaler Erlebnisse“ sei.

Nicht nur inhaltlich, sondern auch musikalisch präsentiert sich Weeks zerbrechlich, als leise Trompeten, angenehm dynamische Klaviertöne und Beckenklirren bereits im Opener „Milk Breath“ atmosphärisch ineinander fließen.

Orlando Weeks will künstlerisch direkt aufs Ganze gehen, das dürfte schon nach dem ersten Song jedem klar sein.

Die sanfte Trompete begleitet den Sänger noch in weiteren Songs von „A Quickening“. Weeks gelingt es dabei, das Blechinstrument als Ruhepool seiner Songs zu inszenieren, während beispielsweise in „Safe In Sound“ ein immer hektischer werdendes, aber nicht lautes Schlagzeug sich ein Wettrennen mit elektronischem Bass liefert.

Seine besondere Stimme, die sowohl hier als auch in allen anderen Stücken besonders zu Geltung kommt, hat Weeks sich zum Glück genau so bewahrt. The-Maccabees-Fans werden schon alleine deswegen auf ihre Kosten kommen.

Insgesamt sind Weeks Songs aber weniger geradlinig als die seiner ehemaligen Band. Der Hintergrund scheint sich insgesamt in atmosphärisch Windungen zu verlieren, allerdings schweift der Sänger melodisch selten ab.

Weeks hält somit die Waage zwischen kunstvollen Arrangements und zugänglichem Songwriting. Jetzt bleibt dem ehemaligen Band-Mitglied wohl nur noch die nächste, logische Hürde: Mit dem Folgealbum das Niveau des Debüts zu halten.

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