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The Maccabees – Live im Strom, München

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Die fünf Musiker von The Maccabees aus dem Süden Londons sind mehr als nur Jugendfreunde von Florence Welch und Adele. Sie entwickelten sich in den letzten zehn Jahren deutlich zu einer der wichtigsten englischen Bands. In Großbritannien werden sie verehrt als Gottheiten des Indie-Olymps. Bei Festivals singen gefühlt 80.000 Menschen ihre Texte mit und Tourneen sind nach wenigen Stunden schon komplett ausverkauft. Besser kann man das Standing von The Maccabees in England nicht beschreiben.

In Deutschland gerieten sie aber in den letzten Jahren in Vergessenheit. Vereinzelt spielten die Maccabees kleinere Clubkonzerte und ihr letzter Festivalauftritt liegt fast drei Jahre zurück. Irgendwie hatte man die Band um Orlando Weeks hierzulande einfach nicht mehr auf dem Schirm. Aber als selbst der letzte Indie-Fan in Deutschland dachte, die Band hätte sich nun doch endgültig aufgelöst, gab es letztes Jahr den großen Knall – mit neuem Album katapultierten sich The Maccabees zurück in die deutschen Gehörgänge. Mit diesem aktuellen Werk “Marks To Prove It” sind sie derzeit auf Tour und machten am Dienstag in München im Strom halt.

Die Location war von Anfang sehr voll, was vielleicht auch daran lag, dass das Konzert von der TonHalle in das viel kleinere Strom verlegt wurde. Ein kleinerer Club heißt aber auch, dass die Stimmung schneller überschwappt, und genau dies war der Fall. Die ersten Sekunden des Openers “Marks To Prove It” reichten dafür fast schon aus. Dieser ist nicht nur der Titeltrack des Albums, sondern auch der beste Song, um ein Konzert zu beginnen. Warum? Ganz einfach: ein lauter Knall, danach die pulsierende Gitarre und das treibende Schlagzeug. Eine Kombination, die live einfach Wunder bewirkt und das Publikum innerhalb einer Zehntelsekunde erfasste.

Einer der wichtigsten Menschen an diesem Abend war der “Mann vom Licht”, der eine bemerkenswerte Arbeit ablieferte. Während das Konzert zum größten Teil in blau gehüllt wurde,  flackerte an vielen Stellen das Stroboskop auf den Punkt genau. Dadurch unterstützte das Licht zum Beispiel “Ribbon Road” perfekt, was Weeks nach dem Song ironisch anmerkte: “What do you do now?”.

“Precious Time” war ein weiterer Song, bei dem alle mitmachten. Dies war auch nicht verwunderlich, da es eines der bekanntesten Lieder ist und mit “Let’s take our precious time about it” einen sehr einprägsamen Refrain besitzt. Gegen Ende des Liedes formierte sich die Halle zu einem riesigen Chor, der die Liedzeile immer und immer wiederholte.

Kurz danach kam “Silence”, welches von Gitarrist Hugo White gesungen wurde. Ein sehr ruhiger und persönlicher Moment. Die ganze Halle lauschte den Worten Whites und sang stellenweise im Refrain mit. Für diesen Song bekam der jüngere Bruder nicht nur vom Publikum, sondern auch vom Rest der Band großen Applaus.

“This song came out 10 years ago!”, staunte Orlando Weeks, als er “X-Ray” ankündigte. Es ist die Debütsingle, die den Weg für The Maccabees ebnete. Den meisten im Strom war dieses Lied natürlich ein Begriff und so wurde mitgesungen und getanzt. Der Applaus: nicht endend.

Dieser Song wurde danach definitiv getoppt: “Someting Like Happiness” war das Highlight schlecht hin. Der Song lädt auch förmlich dazu ein, als solches gezählt zu werden. Ein einprägsamer Text, viele Höhen und Tiefen sowie viele “Ooooohs”. Das Publikum war voll dabei und unterstützte die Musiker würdig. Selbst nach Ende des Titels wurde weitergesungen.

Nach einer kleinen Pause kamen The Maccabees erneut auf die Bühne,um vier weitere Songs zu performen. Den Anfang machte “WW1 Portrait”, welches wohl eher eine Hymne als ein Durschnitts-Indie-Song ist. Emotional und anmutig zu Beginn – kraftvoll und unbeschwert am Ende. Auch wenn dieser Song sehr melancholisch ist, trübte dies nicht die Stimmung. Es entstand eher eine magische Atmosphäre.

Und während man sich noch fragte, warum man gerade das fulminante Ende von „WW1 Portraits“ so toll findet, machten die Engländer mit “Toothpaste Kisses” weiter. Besonders das Pfeiffsolo, welches Orlando Weeks in Perfektion darbot, wurde gebührend gefeiert. Vielleicht lag das auch daran, dass er gekonnt einen fliegenden BH ignoriert hat (auch wenn er kurz verwundert dreingeblickt hat). BH? Ja, so was fliegt ab und zu immer noch auf Konzerten herum.

Mit “Pelican” endete kurz danach ein 70-minütiges Konzert, das vieles bot. The Maccabees sind wieder da, und das besser als je zuvor!

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