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Ennio Morricone (Credit Christian Muth)

R.I.P. Ennio Morricone

Der weltberühmte italienische Komponist Ennio Morricone ist am heutigen Montag in Rom verstorben. Als Todesursache gab die Presse Komplikationen nach einem Sturz, der in einem Oberschenkelbruch resultierte, an. Der legendäre Morricone wurde 91 Jahre alt.

Bekannt war Morricone vor allem dafür, Musik für diverse Filme geschrieben zu haben. Insbesondere wurde er durch Italowestern wie „Zwei glorreiche Halunken“ oder „Spiel mir das Lied vom Tod“ berühmt, aber auch für andere Film-Genres komponierte er Soundtracks, von denen es einige sogar in die Charts schafften. Weltweit wurden über 50 Millionen Alben von ihm verkauft.

An ungefähr 500 Filmen arbeitete Morricone mit, seine Karriere umfasste mehr als ein halbes Jahrhundert. Einem breiten Publikum dürfte er zuletzt durch Soundtracks für die Tarantino-Filme „Django Unchained“ und „The Hateful 8“ aufgefallen sein. Für die Filmmusik von letzterem bekam er 2015 einen Oscar, der auf zahlreiche vorherige Nominierungen und einen 2007 verliehenen Ehrenoscar für sein Lebenswerk folgte.

Weiterhin war Morricone auch als Dirigent tätig und gilt als ein prägender Einfluss für diverse Bands. So zitiert die britische Gruppe Muse ihn als eine ihrer größten Inspirationen. Die US-amerikanische Metal-Band Metallica eröffnen seit Mitte der 80er-Jahre all ihre Konzerte mit seinem Stück „The Ecstasy Of Gold“ vom Soundtrack des Films „Zwei glorreiche Halunken“.

2007 erschien ein Cover-Album namens „We All Love Ennio Morricone“, zu dem, unter vielen anderen, auch Bruce Springsteen, Quincy Jones und Andrea Bocelli Neuinterpretationen des italienischen Komponisten beitrugen.

Diverse Filmemacher und Kulturschaffende haben sich, beispielsweise auf Twitter, zum Tod Morricones geäußert. Der britische Regisseur Edgar Wright sagt über ihn: „He could make an average movie into a must see, a good movie into art, and a great movie into legend.“

Auch Musiker haben dem Komponisten heute auf den sozialen Medien ihren Tribut gezollt. Darunter befanden sich unter anderem Geoff Barrow von Portishead, der Komponist Hans Zimmer und Bernard Sumner der englischen Band New Order.

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