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Laura Veirs (Credit Shelby Brakken)

Laura Veirs – My Echo

Wer wünscht sich nicht auch eine Welt ohne Klimawandel, ohne Waldbrände und all die anderen Probleme der Welt? „In another space and time / California’s not burning and the seas don’t rise”, singt Laura Veirs an einer Stelle ihres neuen Albums, “I will remember the day the Internet died / we found peace of mind.”

Aber die Flammen in Kalifornien sind Realität und das Internet wird morgen wohl auch nicht abgeschaltet. Bleibt wohl nur die Musik der US-amerikanischen Singer/Songwriterin, um sich in eine bessere Utopie zu träumen, in andere Zeiten und Orte. Mit den folkig-ruhigen Klängen dieser Platte geht das ganz gut.

Um die großen Themen der Welt ging es bei Laura Veirs schon früher, etwa auf ihrem 2018er Album „The Lookout“. Der Nachfolger „My Echo“, das nunmehr 11. Solo-Album in ihrer langen Karriere, klingt – verglichen damit – wie ein Gegenentwurf:

Der Blick reicht nun nicht mehr vom Aussichtspunkt herab, sondern fällt auf sie selbst zurück.

Das neue Album erscheint nach der Trennung von ihrem Ex-Mann Tucker Martine, ihr langjähriger Produzent aus Anfangstagen ihrer Karriere. „My songs knew I was getting divorced before I did“, lässt sich Veirs zitieren – trotzdem ist das Album kein typisches Trennungsalbum geworden.

Martine saß auch dieses Mal an den Reglern, was darauf schließen lässt, dass die beiden auch weiterhin zumindest zusammen arbeiten können und wollen.

Der Folk von Laura Veirs kennt vor allem zwei wichtige Instrumente: Die Gitarre und ihre Stimme. Manche Songs sind nahezu komplett von diesen Bestandteilen getragen („All the Things“, „Brick Layer“).

Wenn Veirs in „End Times“ über das Ende der Zeiten grübelt, tauscht sie die Gitarre gegen ein Piano. Bis auf ein paar Ausreißer – wie das indie-poppige „Burn Too Bright“ mit eingängigem Streichermotiv – ist den Songs das Intime, In-sich-Gekehrte und Melancholische gemeinsam.

Ein Album, das sich eignet, beim Hören die Welt und ihre Probleme auszusperren.

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