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Travis (Credit Ryan Johnston)

Travis – 10 Songs

In Zeiten, in denen Ungewissheit, Angst und Ohnmacht mehr und mehr das Gefühlszepter übernehmen, ist man froh, wenn man hin und wieder mit Vertrautem konfrontiert wird. Der Bandname Travis ist für Freunde des harmonischen Indie-Rock-Klingklangs so etwas wie der Inbegriff für Verlässlichkeit.

Wenn Fran Healey und seine Mannen sich zum Musizieren verabreden, dann entsteht melodieverliebte Indie-Kleinkunst. Das war vor 25 Jahren so, als sich die Band zum ersten Mal im heimischen Glasgow zum Proben trafen.

Und das ist auch heute noch so, wenn die Gruppe ihr mittlerweile neuntes Studioalbum „10 Songs“ an den Start bringt. Der Titel ist Programm: as simple as that. Was soll man auch lange um den heißen Brei herumreden?

Thematisch umgarnt von der größten Kraft der Liebe, ziehen Travis musikalisch alle Register. Fans der beiden Erfolgsalben „The Man Who“ und „The Invisible Band“ kommen bereits mit den beiden Einsteigern „Waving At The Window“ und „The Only Thing“ voll auf ihre Kosten.

Egal, ob mit gewohntem Kader oder gemeinsam mit The Bangles-Frontfrau Susanna Hoffs: Travis beherrschen die Kunst der zarten Opulenz immer noch perfekt.

Mit dem Klavier, der zart gestreichelten Telecaster und dem Gespür für nachhaltige Harmonien setzen Travis ihre unvergleichliche Erfolgsgeschichte fort. Es ist schon erstaunlich, dass die Trademarks-Quelle auch nach über einem Vierteljahrhundert immer noch sprudelt wie am ersten Tag.

Selbst wenn sich für einen Moment eine disharmonische Spielerei einschleicht, und angezerrte Gitarren leicht über die Stränge schlagen, hat man das Gefühl einem Ohrwurm zu lauschen („Valentine“).

Das gelingt nicht vielen Bands. Bei Travis ist das irgendwie Gang und Gäbe.

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