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WhoMadeWho (Credit Sasha Charoensub)

WhoMadeWho – Synchronicity

Die Lichter in den Clubs bleiben weiterhin aus. Keiner weiß, wann das nächsten Mal getanzt werden darf. Bemerkenswert, dass es trotzdem noch Künstler mit genug Motivation gibt, um eine Elektro-Platte zu veröffentlichen.

Aber Whomadewho wären auch nicht Whomadewho, wenn sie sich mit monotonen Beats zufriedengeben würden. Und so überzeugt auch „Synchronicity“ als genreübergreifendes Konglomerat, das eben nicht ausschließlich nur auf dem Dancefloor funktioniert.

Mit „Dream Hording“ beginnt „Synchronicity” geheimnisvoll: dunkle Klavierklänge treffen auf ungewöhnliche Stimmeinwürfe und lassen sich langsam aber sicher von einem unscheinbaren Beat einwickeln. Ein guter Start, denn – entgegen der Meinung vieler bezüglich elektronischer Musik – beweisen Whomadewho, dass man auch in diesem Genre divers unterwegs sein kann.

Klar, Songs wie „Der Abend Birgt keine Ruh‘“ schreien förmlich nach Tanzorgien und dem Schweiß anderer Menschen. Und das liegt nicht nur am Titel, sondern vor allem an den wabernden Arpeggios, bei denen auch die Berliner DJane Perel ihre Finger mit im Spiel hatte und ihre Vision der „Neuen Deutschen Welle“ perfekt mit den Soundwelten von Whomadewho zusammenbastelte.

Ins Bett gehen will da keiner mehr, sondern viel lieber einen Song später zu der Roboterstimme von „Hamstring“ den besten Robo-Dancemove auspacken und sein Gegenüber zu schallendem Gelächter verhelfen, bevor man gemeinsam dem Sonnenaufgang entgegen tanzt.

„Shadow Of Doubt“ hingegen könnte in gekürzter Version bei den Gesangs-Parts mit weniger Beat fast als Indie-Pop-Nummer durchgehen und beschwingt trotz des brachialen Beats mit ungeahnter Leichtigkeit.

„Sooner“ ist mit seiner sanften Melodie der perfekte Gegenentwurf zu diesen Tracks und beweist, dass der Plan hinter „Synchronicity“ aufgeht.

Denn das Konzept hinter dem neuesten Werk des dänischen Trios – bestehend aus Jeppe Kjellberg, Tomas Høffding und Tomas Barfod – ist das der sinnvollen Zufälle.

Mit ihren zahlreichen Kollaborateuren, beispielsweise Michael Meyer, die Adana Twins oder Frank Wiedemann, um nur einige davon zu nennen, bringen Whomademade Zufälliges zusammen, verbinden es und kommen dabei zu den unterschiedlichsten Ergebnissen.

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