Die Welt sucht verzweifelt nach der passenden Ausstiegsstrategie. Spätestens am 27. August bekommt sie diese endlich. Dann bringt Max Gruber alias Drangsal sein drittes Album „Exit Strategy“ auf den Markt. Den ersten Vorgeschmack darauf gibt seine neue Single „Urlaub Von Mir“.

Im drangsal-typischen Gewand aus einer Mischung von 80s-Synth-Pop und Neo-Schlager schmachtet der gebürtige Pfälzer in „Urlaub Von Mir“ über Selbstzweifel: „Mein Kopf hängt in den Wolken/ Doch es regnet in Strömen/ Scheint als würde ich mich niemals An mich selber gewöhnen/ Ich brauche Urlaub, Urlaub von mir“.

Illustriert wird dieser Kampf mit sich selbst auch durch das Albumcover von „Exit Strategy“. Darin blickt ein kahl-rasierter Max Rieger in einem Spiegel seinem teuflischen Alter Ego entgegen. Mit diesem Bild im Hinterkopf rät Drangsal in „Urlaub Von Mir“ seinen Hörer*innen sich genau von dieser Konfrontation mal einen Auszeit gönnen. Sprich, nicht so hart zu sich selbst zu sein.

Auf seiner Instagram-Seite prangert mittlerweile nur noch dieses besagte Cover. Alle anderen Posts aus der Vergangenheit sind gelöscht. Auch wenn sich Drangsal sound-technisch treu bleibt, deutet er so auf einen Neuanfang hin.

Der Neustart wird durch noch mehr Kollaborationen deutlich. So wird Gruber auf dem gesamten Album von einem namhaften Chor unterstützt: Unter anderem Mia Morgan, Ilgen-Nur und Search Yiu leihen Drangsal in „Urlaub Von Mir“ und den Liedern auf „Exit Strategy“ ihre Stimmen.

Das Namedropping hört auf „Exit Strategy“ aber nicht bei den Background-Vocals auf. Für das Songwriting hat sich Max Gruber mit Podcast-Kollege Casper und Tocotronic-Frontmann Dirk von Lowtzow prominente Unterstützung für sein Album geholt. Außerdem steuert Sam Vance-Law in mehreren Tracks Violinen- und Max Rieger Gitarren-Spuren bei.

Nachdem Drangsals Alben „Harieschaim“ und „Zores“ vor fünf beziehungsweise drei Jahren in den Charts schon ordentlich weit vorne mitgespielt haben, sind die Erwartungen an den Nachfolger dementsprechend hoch. Mit „Urlaub Von Mir“ hat er zumindest mit dem ersten Song bewiesen, dass er mit dem Druck spielerisch leicht umgehen kann.

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